Menopause entmystifiziert. Mit Dr. Alexandra Schoeneich

Shownotes

„Je später eine Frau in die Menopause kommt, desto gesünder“, so Dr. Alexandra Schoeneich. Was die Gründe dafür sind und welche systemischen Auswirkungen die Hormonumstellung mit sich bringt, darüber spricht die Fachärztin für Endokrinologie, Diabetologie und Innere Medizin im Diabetes-, Hormon- und Stoffwechselzentrum am Isar Klinikum München in der aktuellen Folge von FEEL GOOD, LIVE BETTER. Außerdem erklärt sie, warum man während der Menopause zunimmt, obwohl man das Gleiche isst wie vorher, was es bei einer Hormonersatztherapie mit dem Window of Opportunity auf sich hat und ob man damit einer Demenz vorbeugen kann.

Im Health-Podcast von Premium Medical Circle trifft CEO Stephanie Neureuter Expertinnen und Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Ernährung, Mental Health, Frauengesundheit, Augen- und Zahnheilkunde, Digital Health, Orthopädie, Psychosomatik oder Ästhetische Medizin. Es geht um Health und Wellbeing und darum, wie wir ein glückliches, langes Leben führen können. Informativ, spannend, unterhaltsam.

Website: www.premiummedicalcircle.com

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00:00:07: Herzlich willkommen zu vielgut live better, dem Podcast von premium medical circle.

00:00:13: Wie in unserem Printmagazin premium quarterly geht es hier um hells und well-being und darum wie wir ein gesundes und vor allem glückliches langes Leben führen können.

00:00:22: zur Seite steht uns dabei unser deutschlandweites Netzwerk herausragende Ärztinnen und Ärzte.

00:00:28: Ich bin Stefanie Neureuter, Founder und CEO von Premium Medical Circle.

00:00:32: Und ich treffe Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Mental Health, Frauengesundheit, Augen- und Zahnheilkunde, Orthopädie, Psychosomatik, ästhetische Medizin oder Digital Health.

00:00:45: Heute spreche ich mit Dr.

00:00:46: Alexandra Schöneich, Ärztin im Diabetes, Hormon- und Stoffwechselzentrum am Isaklinikum München über die Menopause.

00:00:54: Mich interessiert ihr Blick als Endocrinologin auf die systemischen Veränderungen, die diese Phase der Hormonumstellung mit sich bringt.

00:01:02: Ich möchte wissen, warum man zunimmt – obwohl man das gleiche ist -, was die Ursachen für Brainfock- und Stimmungsschwankungen sind und ob Frauen durch eine Hormonasatztherapie Erkrankungen wie eine Demenz verhindern

00:01:15: könnten.".

00:01:20: Guten Morgen, liebe Alexandra.

00:01:21: Ich freue mich sehr, dass du jetzt schon zum zweiten Mal mein Gast bist!

00:01:25: Heute sprechen wir über die Menopause.

00:01:28: Vielen Dank, dass ich hier sein darf.

00:01:30: Guten Morgen.

00:01:32: In der Menopause bleibt nicht nur die Periode aus Sie bringt vor allem Veränderungen mit sich Die systemische Natur sind.

00:01:38: Welche sind die fünf häufigsten Symptome und wodurch werden diese ausgelöst?

00:01:44: Das bekannteste systemische Symptom sind die Hitzewallung.

00:01:48: Die Hitze Wallungen treten plötzlich auf, die sind unberechenbar und Ursache dafür ist der Oestrogenmangel.

00:01:56: Durch den Oestrogenmangel kommt es zu einer Hyperaktivität von Neuronen im Thermoregulationszentrum im Gehirn – das ist im Bereich des Hypotalamus.

00:02:06: Und diese Neurone fangen an zu feuern und das führt dann zu einer akuten Basodilatation, also Gefäß-Erweiterung die dann zu diesem Schwitzen führt.

00:02:16: Schlafstörungen sind beispielsweise auch ein großes Problem.

00:02:20: Brain Fog und Konsultationsschwächen

00:02:23: Die kann man all diese Symptome wirklich ganz einfach erklären.

00:02:27: Bei den Schlafsterungen ist es zum einen auch der Oestrogenemangel aber vor allem auch ein Progesteronemangel.

00:02:33: Das Progesteronen wirkt schlafinduzierend durch sein Abbauprodukt, das Pregnanolon.

00:02:40: Auch das im Hypotalamus und deshalb kommt es zu diesen unruhigen Schlafenmuster dass man einfach früh morgens vor allem wach wird so gegen vier und dann nicht mehr in den Schlaf zurückfinden kann.

00:02:52: Der Brain Fog und die Konzentrationenstörungen sind vor allem auch ein Symptom der Perimenopause In der Phase wo eben die Hormone stark schwanken aber noch da sind Die Frau auch noch ihre Periode hat Und da ist es so, dass das Oestrogen direkt am Glucose-Stoffwechsel im Gehirn beteiligt ist.

00:03:11: Und durch plötzliche Schwankungen oder eben auch den Verlust an Oestrogenen kommt es dazu einem Energieverlust und das Gehirnschaltet plötzlich auf Sparflamme.

00:03:20: Das heißt, plötzlich können wir uns Namen nicht merken oder wir haben Konzentrationenstörungen, haben Schwierigkeiten uns zu fokussieren

00:03:28: Entsätzlich, ja.

00:03:30: Stimmungsschwankungen sind leider auch ein häufiges Symptom.

00:03:35: Auch hier liegt der Oestrogenmangel dem ganzen Zugrunde.

00:03:38: Der Oestrogenmangel hat einen Einfluss auf Serotonin und Dopamin.

00:03:43: Das sind alles Wohlfühl- und so genannte Hepiorhormone, die dann weniger vorhanden sind und es dadurch zu Stimmungenschwankung aber auch Traurigkeit und depressiven Verstimmungen kommen kann.

00:03:56: Und Osteoporose auch nicht zu vergessen?

00:03:58: Genau, die Osteoperose ist eher etwas stilles.

00:04:01: Also ein stiller langsamer Prozess.

00:04:03: Die Gelenkbeschwerden sind eher typisch... Wir treten bei Oestrogenmangel auf, wenn das Oestrogen wirkt wie eine Art Gelenkschmiere.

00:04:13: Denn es hält den Knorpel elastisch und weich und vital.

00:04:18: Und wenn dann durch den Oestrogenmangel hier wie so eine Art Wasserverlust auftritt, dann leiden die Patientinnen unter starkem Gelenkbeschwerden, die auch im ganzen Körper auftreten können.

00:04:31: Auch der Stoffwechsel verändert sich und die Verteilung des Fettgewebes.

00:04:35: Selbst wenn man das gleiche ist, nimmt man zu – vor allem am Bauch!

00:04:39: Woran liegt es?

00:04:41: Ja, das ist wie ein Phänomen.

00:04:43: Darunter leidet fast jede Frau plötzlich einen Bauch.

00:04:46: wo nie was war kommt plötzlich Fett zum Vorschein und es ist auch etwas was die Patientinnen oder Frauen allgemein stark belastet.

00:04:53: Das ist auch nachvollziehbar.

00:04:55: Und es kommt zu einer fett Umverteilung durch den Oestrogenmangel dass man eben viscerales Fett einlagert und das ist dann dieser dicke Bauch der vorher nicht da war und den man auch wirklich extrem schwierig wieder weg bekommt.

00:05:09: Oder gibt es eine Möglichkeit, den wegzumachen?

00:05:11: Zum einen ist es eben, dass man auf die Ernährung achtet.

00:05:14: Dass man proteinreich ist und sich Kalorien spart.

00:05:17: Es kommt immer darauf an wie viel Essig eigentlich und wie viel verbrenn ich auch.

00:05:21: Viel verbrennen können wir wenn wir uns im Alltag viel bewegen Und wenn wir auch regelmäßig Sport treiben.

00:05:27: und hier sollte der Fokus auf Kraftsport liegen.

00:05:30: Und ist jetzt in so einem Fall auch die Abnehmenspritze eine Option oder eher nicht?

00:05:36: Die Abnehmspritze ist auf jeden Fall extrem hilfreich, in besonderen und speziellen Situationen.

00:05:43: Man kann nicht generell sagen jede Frau braucht dann sofort die Abnehmspritzen.

00:05:48: man darf nicht vergessen dass das ein systemisch wirksames Medikament ist.

00:05:53: Und es gibt auch klare Indikationen für die Therapie mit der Abnehmensspritze, den GLP-I Agonisten.

00:05:59: Das ist zum einen übergewicht ein BMI ab siebenundzwanzig aber dazu auch Begleiterkrankungen wie z.B.

00:06:06: Typ II Diabetes und eine klare indikation besteht ab einem BMI von dreißig wenn die Patientin adipös ist also fettsüchtig.

00:06:16: Zwei Facts Erstens Frauen leiden häufiger unter Demenz als Männer.

00:06:20: Und zweitens, Oestrogene haben einen neuroproduktiven Effekt aufs Gehirn.

00:06:26: Bedeutet das, dass eine Hormonersatsterapie vor Demenz schützen könnte?

00:06:30: Oder anders gefragt hat deine Oestrogengabe in der Menopause einen präventiven Effekte.

00:06:37: Das muss man differenziert beantworten die ersten zehn Jahre nachdem die Menopause eintritt also circa Fünfzigstes, ein und fünfzigstes Lebensjahr kommt die Frau ja in die Minupause.

00:06:49: Die ersten zehn Jahre nennen wir das Window of Opportunity.

00:06:53: in dieser Phase Profitiert die Frau von einer Hormontherapie da, dass Oestrogen innerhalb dieses Zeitraums neuroprotektiv also gut für das Gehirn ist und auch vasoprotektiv wirkt.

00:07:07: Das heißt in dieser Phase kann durch die Hormontherapie das kardiowaskuläre Risiko reduziert werden und auch das Demenzrisiko reduzieren werden.

00:07:18: Die Datenlage hierzu ist gut.

00:07:20: Die Datenlager ab diesem Zeitraum, also ab sächsig, ist leider schlechter und da bleibt es jetzt auch spannend abzuwarten was wir in den nächsten Jahren hören werden.

00:07:31: Es ist aber trotzdem generell so dass ich keine Frau ab sechzig einfach die Hormontherapie verweigern würde, sondern es ist immer eine individuelle Risikoabwägung.

00:07:43: Und eine Patientin, die sehr starke Menopause alle Beschwerden hat wie Hitzewallungen und eine schlechte Lebensqualität auch weil sie schlecht schläft, der würde ich auf keinen Fall die Homontherapeut verweigan oder absetzen.

00:07:57: Ich habe viele Patienten, die bis ins hohe Alter eine Hormontherapie nehmen und damit sehr glücklich sind abzusetzen, ging es ihnen sehr schlecht.

00:08:08: Deshalb kann man da gar nichts pauschal sagen.

00:08:11: die aktuelle Datenlage zeigt aber einen Benefit innerhalb des Windows of Opportunity innerhalb der ersten zehn Jahre.

00:08:19: Ist es aus gesundheitlicher Sicht besser wenn eine Frau früher oder später in die Menopause kommt?

00:08:25: Oder spielt das Alter keine Rolle?

00:08:27: Je später die Frau in die Minupause kommt, desto besser und desto gesünder.

00:08:32: Also Frauen, die lange ihre eigene Oestrogenen oder Hormonproduktion generell haben, haben ein niedrigeres kardiovaskuläres Risiko und auch ein niedrigeres Demenz-Risiko, auch ein niedrigeres Risiko für osteoporose oder Frakturen im Alter.

00:08:48: Und sag mal wie alt ist jemand der spät in die minupause kommen?

00:08:53: Spät in den Minupausern heißt ... eigentlich ab einundfünfzig, also ein und fünfzig ist so das Durchschnittsalter.

00:09:00: Wann eine Frau in die Menopause kommt?

00:09:02: Es gibt Frauen, die kommen erst mit fünfzig oder fünfundfünfzig in die menopause.

00:09:07: Das ist später Generell auch Ende.

00:09:10: vierzig kann normal sein, eine verfrühte Menopause wäre unter vierzig.

00:09:16: Aber grundsätzlich kann man als Frau mit vierzig in die Menopause kommen und eine Frau, die mit zweiundvierzig in den Menopausen kommt hat natürlich ein höheres Risiko als eine Frau ,die mit neunundvierzig oder fünfzig in der MenopAUSE kommt.

00:09:30: Jetzt würde ich gerne noch mal mit dir zum Thema Hormonersatztherapie ein paar Sachen besprechen.

00:09:36: Du setzt auf zwei verschiedene Hormonasatztherapien, die klassische mit humanidentischen Hormonen und die bioidentische Variante.

00:09:45: Was genau ist der Unterschied?

00:09:46: Und wann gibst du welche?

00:09:49: Und das ist genau der Punkt.

00:09:50: Genau in diesem Bereich herrscht Verwirrung, beide Therapieformen sind bioidentisch.

00:09:56: Bei beiden Therapieform werden siebzehn Wetter-Ostradiole und mikronisiertes Progesteron verwendet.

00:10:02: Die Applikationsform unterscheidet sich bei der klassischen Hormontherapie.

00:10:08: Wenden wir Transdermalis Ostradiole an – also es estrogene wird über die Haut aufgetragen in Form von Gel, Pflastern oder Cremes.

00:10:16: Und bei der alternativen Hormontherapie zum Beispiel nach Rhymcus wird das Oestrogen, das Estradiol als Tablette eingenommen.

00:10:27: Wenn man zu spät mit einer Hormonasatztherapies anfängt hat das negative Auswirkungen.

00:10:32: weshalb und wann ist das günstigste Zeitfenster für eine Therapie?

00:10:38: Das ideale Zeitfenster für eine Therapie liegt in den ersten zehn Jahren nach der Minupause, also wenn die Regeblutung aufhört.

00:10:47: Um das einundfünfzigste Lebensjahr.

00:10:50: Die Datenlage zu was nach diesem Zeitraum passiert ist schlechter.

00:10:56: Man kann aber nicht grundsätzlich sagen, eine Hormontherapie im höheren Alter ist gefährlich und man würde es wie gesagt auch nicht älteren Patienten verweigern sondern hier eine ganz individuelle Risikoabwägung mit der Patientin treffen.

00:11:11: Welche Kontraindikation gibt es für eine Hromonersatztherapie?

00:11:17: Während früher jede Krebserkrankung eigentlich als Kontraindikation für die Hormontherapie gehalten, sieht man heute die Patientin eher mit ihrem individuellen Risiko und weckt das gemeinsam mit der Patientin aber auch interdisziplinär mit den Onkologen ab.

00:11:40: Wäre es also nicht sinnvoll interdisziplinär zu arbeiten mit Psychologen, Ernährungsexperten und Sportwissenschaftlern?

00:11:48: Oder machst du das sowieso.

00:11:50: Das ist ein sehr wichtiger Punkt.

00:11:52: Genau das sollte auf jeden Fall das Ziel sein, individuell auf die Patientin abgestimmt.

00:11:58: Es hat ja auch nicht jede Patientin Gewichtsprobleme und nicht jede patientin hat Gelenkbeschwerden oder... Oder

00:12:04: Hitzewahlungen?

00:12:05: gibt es viele, die gar diese Symptome haben?

00:12:07: Exakt!

00:12:08: Aber je nachdem was jetzt bei der Patientin das Problem ist, sollte sie auf jeden fall gesehen werden Und dann sollte man unbedingt mit anderen Fachdisziplinen zusammenarbeiten.

00:12:22: Und vor allem das Wichtigste ist, dass die Patientin gut informiert ist und ihre Symptome auch interpretieren kann.

00:12:30: Was kann jeder selbst tun bzw.

00:12:32: sollte man besser lassen?

00:12:33: Es gibt drei bis fünf Dinge, die die Wechseljahr-Symptome verschlimmern!

00:12:39: Klar, ersten Punkt würde ich Alkohol nennen.

00:12:43: Alkuhol macht nicht nur dick sondern macht auch schlechten Schlaf und der schlechte Schlaf wiederum kann schlechte Stimmung machen und auch wiederum zu einer Gewichtszunahme führen.

00:12:55: Schlechter Schlaf oder zu wenig Schlaf, sagen wir es mal so.

00:12:58: Wir sind ja alle sehr gestresst und haben viel um die Ohren aber man sollte seinen Fokus definitiv auf ausreichend Schlaf legen.

00:13:06: Man sollte regelmäßig Sport treiben den Fokus vor allem auf Kraftsport setzen Und nicht unbedingt auf Kreislauf Training das natürlich auch Aber eher auf des Krafttraining weil wir eben Muskulatur brauchen und gerade Die muskulatur nimmt ab wenn wir in den Oestrogenmangel kommen und allgemein gutes Stressmanagement braucht es.

00:13:28: Das ist herausfordernd!

00:13:30: Ganz genau, ja...

00:13:33: Jetzt ist es so.

00:13:34: man muss ehrlich sagen Es ist schwierig, den Wechseljahren etwas Positives abzugewinnen.

00:13:39: Libidoverlust, Gewichtszunahme, Ostroporose und Konzentrationsprobleme.

00:13:44: also wie geht man jetzt mit dieser Lebensphase am besten um?

00:13:48: Ich denke das Wichtigste ist dass die Frau gut informiert ist und ich finde dadurch dass die Menopause und auch die Perimenopause jetzt auch so viel Aufhinde bekommen und auch in den Medien so viel darüber berichtet wird hilft den Frauen sich gut zu informieren.

00:14:05: es gibt sehr, sehr gute Podcasts über die man sich informieren kann.

00:14:09: Und wenn ich meine Symptome richtig interpretieren kann – gerade in der Perimenopause ist ja das gemeine, dass da nicht die klassischen Hitzewallungen auftreten oder das Ausbleiben der Periode.

00:14:20: dann der Frau signalisiert, dass sie jetzt in der Menopause isst und grade in dieser Zeit treten Symptoma auf wie Brain, Fog, Konzentrationenstörung, Schlafstörung.

00:14:29: Das trifft häufig auf die Frauen in einer Lebensphase wo sie total produktiv sind und sich freuen, dass sie jetzt vielleicht nicht mehr ganz kleine Kinder zu Hause haben.

00:14:39: Und gerade in dieser Phase wenn plötzlich das Gefühl auftritt man ist total überfordert mit Sachen die einen früher kalt gelassen oder jede zusätzliche Aufgabe ein wirklich an den Rand des Wahnsinns treibt Wenn man dann erkennt, wahrscheinlich geht es jetzt los.

00:14:56: Ich hab Hormonschwankung, dass man weiß wo man hingehen kann und sich Hilfe holen kann.

00:15:02: Und einfach auch wirklich auf sich achtet in dieser Phase.

00:15:05: Es gibt sehr wenige Momente im Leben, wo man wirklich aufs achten muss und Symptome ernst nehmen muss wie in der Zeit.

00:15:13: Es passt jemand auf einen auf.

00:15:15: In der Schwangerschaft ist das anders!

00:15:17: In der Schwangerschaft sind wir gut betreut.

00:15:19: Wir wissen, wo wir hingehen können – alle haben einen Auge auf uns.

00:15:22: und wenn wir in der Hormontransition sind und sich Hormone umstellen oder stark schwanken oder abfallen dann ist man plötzlich völlig auf sich allein gestellt.

00:15:31: Er ist auch in Partnerschaften eine Herausforderung, weil man die Toleranz grenzt.

00:15:36: Und der Mann denkt sich was ist mit meiner Frau los?

00:15:41: Was ist denn hier passiert?

00:15:42: Hab ich irgendwas verpasst oder falsch gemacht?

00:15:45: auf jeden Fall und da ist es einfach gut wenn beide informiert sind

00:15:50: Ja, das würde ich auch sagen.

00:15:51: Ist auf jeden Fall hilfreich!

00:15:53: Mein Gefühl ist nur, dass durch die viele Aufklärungen, die jetzt gerade stattfindet in den Medien und auch so im Freundeskreis, dass jeder seine Erfahrung erzählt... ...dass es eine Art totale Hysterie ist, dass Jeder jetzt in einer Menopause oder gerade davor ist und jedes Symptom im Körper wird als ein Zeichen dafür interpretiert.

00:16:15: Und ich persönlich muss auch sagen Ich habe mich etwas anstecken lassen und war ja dann bei dir und war sehr froh, als du gesagt hast.

00:16:21: Das ist alles in Ordnung aber ich könnte mir vorstellen dass es vielen Patentinnen so geht.

00:16:27: ja das sehe ich auch sehr viel in der Sprechstunde ein bisschen so eine Art Panik vor der Menopause.

00:16:33: Ich kann das nicht nachvollziehen, weil ich denke ... Man muss es viel mehr als eine weitere Lebensphase im Leben sehen und man kann den Menopausen oder der Postmenopause auch so viel Positives abgewinnen.

00:16:46: Der ganze Sturm, der Hormonschwankung, diese Unruhe im Körper, die man merkt ist weg.

00:16:52: Man kann mittlerweile unfassbar gut individuell mit Hormonentherapieren.

00:16:58: Man isst gelassener, flippt nicht immer gleich aus.

00:17:02: Es ist nicht so, dass die Menopause wie eine dunkle Wolke über jeder Frau hängen sollte.

00:17:07: Sondern eher der nächste Lebensabschnitt.

00:17:10: komme ich auch klar.

00:17:11: Ich weiß Bescheid und wo ich mir Hilfe hole.

00:17:14: Es gibt gute Therapien.

00:17:15: Die Hormontherapie ist sicher in den meisten Fällen.

00:17:18: Das Risiko kann ich mit meiner Ärztin oder meinem Arzt besprechen.

00:17:22: Viele Frauen sagen zu mir Wahnsinn!

00:17:24: Ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie so sportlich, so gesund, ausgewogen ernährt gefühlt.

00:17:31: absolut selbst beeinflussen, wie man durch die Menopause geht.

00:17:35: Also

00:17:36: eine absolute Mindset-Frage?

00:17:37: Ganz genau.

00:17:38: Und natürlich auch eine Art der Information und des Umsetzens, man muss einfach auf sich aufpassen in dieser Phase – das kann man wunderbar machen!

00:17:47: Man muss sichern ein bisschen Zeit investieren aber das ist auf jeden Fall eine gut investierte Zeit.

00:17:53: In sich

00:17:54: selbst?!

00:17:54: Absolut!

00:17:55: Meine abschließende Frage an dich was wäre dein Wunsch für die Frauengesundheit der Zukunft.

00:18:02: Ich wünsche mir, dass Frauen spezifische Risikofaktoren besser berücksichtigt werden.

00:18:09: Das kardiobaskuläre Risiko einer Frau ist ein anderes als das für die Männer.

00:18:14: Ich würde mir wünschen, dass die Frauen keine Angst vor der Menopause haben sondern das als eine nächste Lebensphase sehen.

00:18:22: Für den Hormonmangel gibt es extrem viele sehr, sehr gute Optionen.

00:18:28: Hormonelle nicht hormonelle in der Kombination perfekt auf die Frau zugeschnitten und deshalb finde ich einen positiven Blick in die Zukunft und würde mir das für jede Frau wünschen!

00:18:41: Also ich hoffe auch, dass all diese Dinge kommen von denen du gerade gesprochen hast.

00:18:46: Ich danke dir von Herzen für dieses wieder sehr gute Gespräch und ich habe viel gelernt und bis ganz bald wieder!

00:18:54: Vielen Dank!

00:19:02: Und ich würde mich sehr freuen wenn Sie diesen Podcast abonnieren damit sie keine Folge verpassen.

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