Schützt Ernährung vor Krebs? Mit Dr. Gesche Brannolte-Raab
Shownotes
Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Entstehung und der Behandlung von Krebs? Das ist das zentrale Thema dieser Podcast-Folge mit Dr. Gesche Brannolte-Raab, die in ihrer Praxis am Tegernsee Menschen während und nach einer Krebserkrankung begleitet. Soviel vorab: Wichtig ist in erster Linie die Vielfalt der Lebensmittel und dass man auf einige Dinge weitestgehend verzichtet – Alkohol zum Beispiel. Von völligem Zuckerverzicht hält die Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie jedoch nichts. Ob Supplements während einer Therapie sinnvoll sind, ob es eine Anti-Krebs-Diät gibt, die Tumore aushungert und was ihr Wunsch für die Zukunft der Onkologie ist, auch darüber gleich mehr in FEEL GOOD, LIVE BETTER.
Im Health-Podcast von Premium Medical Circle trifft CEO Stephanie Neureuter Expertinnen und Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Ernährung, Mental Health, Frauengesundheit, Augen- und Zahnheilkunde, Digital Health, Orthopädie, Psychosomatik oder Ästhetische Medizin. Es geht um Health und Wellbeing und darum, wie wir ein glückliches, langes Leben führen können. Informativ, spannend, unterhaltsam.
Website: www.premiummedicalcircle.com
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00:00:07: Herzlich willkommen zu viel GUT LIVE BETTER, dem Podcast vom Premium Medical Circle.
00:00:13: Wie in unserem Printmagazin Premium Quarterly geht es hier um Healths und Well-Being und darum wie wir ein gesundes und vor allem glückliches langes Leben führen können.
00:00:22: Zur Seite steht uns dabei unser deutschlandweites Netzwerk herausragende Ärztinnen und Ärzte!
00:00:28: Ich bin Stefanie Neureuter, Founder und CEO von Premium Medical Circle.
00:00:32: Und ich treffe Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Mental Health, Frauengesundheit, Augen- und Zahnheilkunde, Orthopädie, Psychosomatik, ästhetische Medizin oder Digital Health.
00:00:45: In Deutschland erkranken jedes Jahr über eine halbe Million Menschen an Krebs.
00:00:50: Nach Schätzungen des Deutschen Krebsforschungszentrums
00:00:53: DKFZ
00:00:54: ließen sich vierzig Prozent davon durch einen gesünderen Lebensstil vermeiden.
00:00:59: Für Dr.
00:00:59: Gesche-Branold Raab spielt die Ernährung dabei eine wesentliche Rolle.
00:01:04: Die Fachärztin für innere Medizin, Hematologie und Onkologie begleitet in ihrer Praxis am Tegernsee Menschen während und nach einer Krebserkrankung – Ist Koautorin des Buchs Ernährungs bei Krebs und heute bei mir zu Gast.
00:01:18: Von ihr möchte ich wissen, welche Krebsarten besonders stark durch die Ernährung beeinflusst werden können – und wie!
00:01:25: Ob es eine Diät gibt, die Tumore aushungert?
00:01:27: Und was jeder tun kann um sein persönliches Krebsrisiko zu senken?
00:01:35: Liebe Gesche, ich freue mich sehr, dass du extra vom Tegernsee heute hierher gekommen bist und mit mir über ein wirklich sehr wichtiges Thema sprichst.
00:01:46: Ernährung hat deiner Meinung nach einen besonders großen Einfluss darauf, ob wir an Krebs erkranken oder nicht.
00:01:52: In dem Buch, das du gemeinsam mit Caroline Kottke geschrieben hast, sprecht dir von einem Drittel aller Krebserkrankungen die durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden könnten.
00:02:02: Gibt es Krebsarten, die durch die Ernährungen besonders stark beeinflusst werden bzw bei deren Entstehung eine entscheidende Rolle spielt?
00:02:11: Man weiß heutzutage, dass die Ernährung bei Darmkrebs eine große Rolle spielt.
00:02:16: Aber auch grundsätzlich ist Übergewicht ein großes Thema bei der Krebsentstehung und wir wissen ja das heutzuttage sehr viele übergewichtig sind.
00:02:25: Ganz viel hat mit dem Zuckerhaushalt zu tun Mit Insulinresistenz und Diabetes Und das alles ist ja Ernährungsabhängig und Lebensstil abhängig.
00:02:34: Was sind die häufigsten bzw größten Fehler bei Ernährungen?
00:02:39: Fehler machen kann man in dem Sinne gar nicht so viel.
00:02:41: Es wird heute alles bisschen kompliziert gemacht muss man sagen.
00:02:45: Man denkt immer, man muss wunder was irgendwie essen.
00:02:49: oder superfoods oder supplements eigentlich sind eher Basics die man braucht und dass man sich darauf wieder besinnt Und das so wie man früher gegessen hat.
00:02:58: einfach eine Vielfalt da ist Dass man nicht so viele hochverarbeitete Lebensmittel hat dass nicht so viel Alkohol im Spiel ist.
00:03:06: Es sind eigentlich Sachen, die jeder weiß aber trotzdem am Alltag nicht umsetzt.
00:03:11: Es geht nicht nur um Prävention sondern darum gut durch eine Krebstherapie zu kommen.
00:03:15: Welche Rolle spielt die Ernährung hier aus deiner Sicht?
00:03:19: Während einer Krebsttherapie ist es noch mal was ganz anderes.
00:03:22: da kann man sich nicht super toll ernähren.
00:03:25: meistens ist man froh wenn man überhaupt etwas reinkriegt weil viele gar keinen Appetit mehr haben oder auch Mundschleimhautreizung, Durchfälle, Übelkeit.
00:03:35: Also da muss man dann wirklich gucken was geht und vor allen Dingen dass die Patienten nicht so viel Muskelmasse verlieren und ja einfach sich vielleicht im Vorhinein schon etwas vorbereiten.
00:03:46: das haben wir eben auch in dem Buch oder die Karolin in den Buch ganz tolle Mealpreps für Chemos und so weiter konzipiert, dass man einfach dran bleibt und ich sage okay heute geht gar nichts dann lass es lieber weil dann verliert man Muskelmaße.
00:04:00: Müssen Krebspatientinnen oder Patienten auf Zucker komplett verzichten?
00:04:05: Nein.
00:04:06: Aber man sollte durchaus drüber nachdenken, nicht so viel verarbeitete Zuckersachen zu essen wie jetzt Riegel- oder Kuchen was man wirklich vermeiden könnte weil der Körper braucht Zucker und das Gehirn braucht Zucker ohne Ende.
00:04:21: wenn man jetzt alles runterfährt wird es dann Häufig mit den Organen, also mit der Denkleistung und mit der Wachheit.
00:04:29: Und die Muskulatur braucht Zucker.
00:04:31: aber man sollte trotzdem schauen dass man wirklich diese künstlichen Zucker runter fährt.
00:04:38: Gibt es eine Art Antikrebsdiet?
00:04:40: Die den Krebs aushungert?
00:04:42: oder ist das zu einfach gedacht?
00:04:44: Das ist absolut so einfach gedacht weil sonst würden alle das machen die Krebs haben.
00:04:49: Also es gibt jetzt einige Studien auch zum Fasten oder ketogener Ernährung, mehr Proteine, weniger Kohlenhydrate.
00:04:58: Es gibt verschiedene Konzepte, die man sich durchaus mal anschauen kann aber die wirkliche Krebsdeit gibt es nicht.
00:05:06: also was die beste Evidenz hat ist die mediterrane Ernährungs.
00:05:11: Aber das ist auch sehr vielfältig beziehungsweise man muss dann auch erst mal gucken okay was gehört dazu und so.
00:05:17: aber in Krebsaushungern schafft man nicht
00:05:20: Und was empfiehst du jetzt?
00:05:21: vor allen Dingen Patienten oder Patientinnen, die an Krebs erkrankt sind?
00:05:25: Kleine Portionen, die sie gut vertragen.
00:05:28: Oder etwas wo man ihnen sagen kann das ist etwas was du auch mit Übelkeit schaffst.
00:05:32: gibt es da etwas was zu ihnen an die Hand gibst?
00:05:35: Also es kriegt ja nicht jeder Chemo der Krebs hat also die die unter laufender chemo sind.
00:05:39: dann muss man das schon individuell betrachten.
00:05:42: Manche haben mehr übelkeit manche überhaupt gar nicht manche haben ja Durchfall.
00:05:45: also man muss das da schon ganz angepasst machen.
00:05:48: Häufig hilft es, wenn man eher kalte Sachen ist.
00:05:51: Wenn man Übelkeit hat was nicht so stark riecht oder so.
00:05:54: Also mal das Geruchsempfindlich?
00:05:55: Ja
00:05:55: genau kleine Tipps kann man da schon umsetzen.
00:05:59: aber für diejenigen die jetzt nur eine Operation haben und ein Anti-Hormontherapy die sollten schon schauen dass sie einfach diese mediterrane Ernährung Für sich irgendwie lieb gewinnen ja und erst einmal gucken was habe ich denn vielleicht früher Nicht so tolles gegessen?
00:06:16: oder wie kann Ich denn etwas mehr ins gesündere umwandeln, dass es gut ist für mich und meinen Körper.
00:06:22: Und nicht alles nur verbote weil viele haben ja dann Angst okay?
00:06:26: Dann darf ich dies nicht mehr und das nicht mehr.
00:06:29: wo ich ganz klar bin ist dass ich sage ok Alkohol null da sind natürlich alle erschrocken weil das ist für alle lebensgefühl.
00:06:37: aber man muss sich einfach auch sagen alkohol ist zähl gift und jeder schluck ist nicht krebsneutral.
00:06:44: das muss man einfach wissen.
00:06:46: Wie kann man Nebenwirkungen einer Krebstherapie durch Ernährung positiv beeinflussen?
00:06:51: Ich denke da an Chemobrain, an Übelkeit, an Müdigkeit und Gewichtsverlust.
00:06:56: Was du vorhin auch schon angelernt
00:06:57: hast... Genau!
00:06:58: Also man muss gut schauen dass man wirklich Proteine einigermaßen gegessen bekommt und wenn es nicht geht kann man auch manchmal ausgleichen mit Proteinshakes.
00:07:08: oder es gibt auch Aminosorenpreslinge wenn gar nichts anderes geht.
00:07:12: aber man muss da wirklich einfach gucken, was ist überhaupt da?
00:07:16: Und jeder hat in dem Moment einen anderen Appetit.
00:07:19: Bei manchen flutscht dann besser ein Joghurt und der andere sagt nicht ich habe totale Heißfunge auf eine Breze weil die salzig ist.
00:07:25: also das ist wirklich ganz individuell genau und man kann dann die Patienten an wirklich ganz einzelnen unterstützen wenn sie sagen ich hab da und da ein Problem was kann ich machen?
00:07:34: ich habe Durchfälle da muss man einfach anders intervenieren als sie die Verstopfung haben.
00:07:39: also
00:07:40: Es ist immer für jeden Patient anders zu betrachten.
00:07:43: Genau, beim Chemobrain sagt man Omega-III sowieso super wertvoll.
00:07:47: Manchmal hilft auch Kreatin als Supplement.
00:07:51: und außerhalb der Ernährung mache ich mal Hintaken Sudoku oder Kreuzwortresel, weil das Gehirn fit bleiben muss.
00:07:58: Was kann jeder selbst tun um besser durch eine Krebstherapie zu kommen?
00:08:02: Abgesehen von der Ernärung.
00:08:05: Als Allererstes denke ich zu einer Bewegung, ganz klar.
00:08:09: Auf allen Ebenen, ob es jetzt in der Prävention ist während einer Therapie oder in der Nachsorge und da hat sich wie auch in sonstigen Lebensphasen einfach Kraftsport weiterhin bewährt.
00:08:20: Hat keiner Lust dazu?
00:08:22: Gerade die Frauen nicht!
00:08:23: Die muss ich immer motivieren.
00:08:24: aber das hilft wirklich.
00:08:26: um auch Nebenwirkungen zu mindern muss man sagen Was ich auch wichtig finde, ist eine Schlafroutine zu haben während einer Therapie.
00:08:34: Weil häufig das dann ganz durcheinander ist.
00:08:36: Viele liegen im Bett und haben einen anderen Tag-Nacht-Rhythmus.
00:08:41: Genau, dass man da schaut, dass das ungefähr so ein bisschen sich ausgeht.
00:08:46: Selbstwirksamkeit ist immer was, was man Krebspatienten an die Hand geben muss.
00:08:50: Für diese ist alles neu.
00:08:52: Chemo, OP ... Jeder Nachbar, jeder Bekannte sagt, was er tun soll oder nicht.
00:08:58: einfach bei sich bleibt und erst mal wieder anfängt, den Körper zu spüren.
00:09:01: Und das macht auch viel in der Therapie.
00:09:05: Das ist natürlich auch wirklich eine Herausforderung, wenn du diese Diagnose bekommst?
00:09:09: Genau!
00:09:09: Also dass es ein wahnsinniger Prozess in dem man da drin ist – am Anfang ist für jeden immer eine Schockdiagnose aber das ist häufig.
00:09:17: über die Wochen merken sie dann schon wie der Hase läuft und finden sich wieder.
00:09:23: Manche können das super gut, dass Sie gleich sagen hey jetzt hatte ich Krebs.
00:09:27: Jetzt weiß ich, das ist für mich der winkte Schicksals.
00:09:29: Ich gehe jetzt ein bisschen anders nach vorne und ganz viele Haar dann einfach ewig damit.
00:09:35: Also da muss man jeden anders
00:09:37: abholen.".
00:09:38: Wie sind volle Nahrungsergänzungsmittel?
00:09:41: Sollte jeder Krebspatient Vitamine oder Mikronährstoffe einnehmen?
00:09:46: Grundsätzlich nein!
00:09:47: Ich arbeite ja ganz viel mit Nahrungssergänzungen, auch bei den Krebspatienten.
00:09:52: Es sollte erst mal gemessen werden oder Bestandsaufnahme gemacht werden, damit man ganz gezielt unterstützen kann.
00:09:58: Dass man auch weiß das Immunsystem läuft einfach besser wenn gewisse Mikronährstoffe an Bord sind und da ist es immer wichtig dass man vorher misst und nicht gleich so ein All in one schluckt weil man denkt man hat Krebs.
00:10:13: Das macht dann oftmals keinen Sinn und bei den hohen Dosierungen müssen wir auch auf Wechselwirkung einfach aufpassen
00:10:20: Wenn jemand sein persönliches Krebsrisiko senken möchte, welche drei Veränderungen haben aus deiner Sicht ernährungsmedizinisch den größten Effekt?
00:10:29: Also auch wenn es keiner hören will Alkohol weglassen?
00:10:33: Nummer eins dann Die Vielfalt.
00:10:36: ist es dass man nicht nur eintönig ist.
00:10:39: also viele sekundäre Pflanzenstoffe Viele Gemüse nüssel samen.
00:10:45: Das gehört schon heutzutage auf dem Tisch wenn man auch gesund alt werden will.
00:10:50: Das ist im Prinzip Krebsprävention des Longevitys, drei Punkt Null sage ich immer das gleiche was da gilt.
00:10:55: es gilt auch beim Krebs genau und sonst auf gute Proteine und sehr gute Fette achten das ist das A und O heutzutage.
00:11:04: Und welche drei Veränderungen die nichts mit Ernährung zu tun haben senken das Krebsrisiko ebenfalls?
00:11:11: Bewegung, Bewegung aber das ist jetzt nochmal Topik.
00:11:14: eins würde ich sagen Schulmedizinisch muss man auch vorsorgen wahrnehmen, Impfungen.
00:11:21: Das muss man immer mit bedenken.
00:11:23: und Darmspiegelung, Mammographien – das ist einfach eine Vorsorgemaßnahme.
00:11:30: Und dann denke ich es wie bei Longevity sind soziale Kontakte nicht zu unterschätzen.
00:11:37: Das hält alle jung und auch im gesamten Setting.
00:11:41: Also hat auch ein Einfluss auf Krebs!
00:11:45: Welche Lebensmittel würdest du jedem Menschen empfehlen, unabhängig davon?
00:11:49: Ob er eine Krebserkrankung hat oder nicht.
00:11:53: Einzelne Lebensmittel würde ich nicht empfehlten.
00:11:56: In der Ernährungsmedizin geht viel um anti-entzündliche Ernährung und das sind noch mal viele Gemüse, Beeren ... Brokkoli gehört eh zum Gemüsen.
00:12:07: Dass man schaut so wenig Bäckerswahn wie möglich glutenfrei ist auch immer so was Milch In Maßen, also solche Sachen kann man für sich vielleicht umsetzen, um nicht so starke immunologische Reize zu haben.
00:12:24: Und von welchen Lebensmitteln rätst du ab?
00:12:27: Grundsätzlich sagt man ja immer rotes Fleisch da denkt jeder immer an Scheinefleisch.
00:12:31: aber man muss auch drüber nachdenken.
00:12:33: es gehört auch das Rind und das Lamm dazu.
00:12:36: Also wenn's Bio-Fleisch ist oder hochwertiges Fleisch würde ich jetzt nicht davon abraten.
00:12:42: Alles in Maßen ist immer gut Verarbeitete Lebensmittel, hatte ich ja schon gesagt.
00:12:46: Da muss man einfach darauf achten, denn selbst ein Fruchtdürger ist.
00:12:49: ein hochverarbeitetes Lebensmittel also so einfach wie möglich ist heutzutage wirklich das beste muss man sagen.
00:12:57: und von den ganzen knusperregeln protein regeln muss man auch Einfach bisschen Abstand halten nicht zu viel.
00:13:05: und also ich Empfehle schon, dass man versucht weniger Brot, weniger Gluten und weniger Milch zu konsumieren.
00:13:14: Das ist für viele eine Wahnsinns-Challenge, weil die können sich in Leben ohne Brot nicht vorstellen.
00:13:19: Muss man ja nicht!
00:13:19: Es gibt ja ganz tolle glutenfreie Sachen.
00:13:22: aber das erste Umdenken ist häufig dann schon, oh Gott jetzt muss ich mir alles hier irgendwie verkneifen also eher Verboote, das ist schade ne?
00:13:30: Und
00:13:31: da muss man dann für sich einfach Alternativen vielleicht finden, die einem auch genauso gut tun?
00:13:37: Genau.
00:13:38: Also es geht jetzt nicht um so ein Dogma und ich will auch niemandem sagen du musst das ja so machen sondern eher versuche ich es schmackhaft zu machen dass es viele alternativen gibt die viel besser jetzt für den Körper sind und für die ganze Zellgesundheit.
00:13:52: und das muss man glaube ich begreifen.
00:13:54: und die Not muss groß genug sein Weil man macht das nicht einfach so heutzutage.
00:13:59: Und wie du auch sagst, dass du vor allem mit dem Alkohol erwähnt hast ... Ich glaub für viele gehört es ja zu einem netten Abend zum Lebensgefühl
00:14:08: und ... Total!
00:14:09: Das ist dann, wie wenn was fehlt.
00:14:11: Ich
00:14:11: z.B.,
00:14:11: ich trinke gar kein Alkohol und ich stelle immer fest, wie viele Leute irritiert sind, dass man trotzdem Spaß haben kann und so einen Abend genießen kann ohne Alkohl weil im Grunde gehört Alkuhl ja eigentlich immer zum Genießen dazu eines Abends.
00:14:24: Ja, um ein bisschen Sparspannung genau.
00:14:26: Also
00:14:27: diejenigen, die nicht die Not haben oder denken, was soll das denn jetzt?
00:14:30: Da kommt gar nichts an.
00:14:32: Nee, gar nicht!
00:14:34: Was sind denn die häufigsten Ernährungsmythen aus deiner Sicht?
00:14:38: Also jetzt bei mir in der Onkologie kommt natürlich sofort der Satz A, der Krebs mal keine Himbeeren bzw.
00:14:43: den Krebs ernährt sich von Zucker.
00:14:45: deswegen ist häufig reflektorisch dann von dem Patienten.
00:14:47: ich habe jetzt komplett meinen Zucker runtergefahren hatten wir eben auch schon gesagt Ist manchmal am Anfang nicht verkehrt keine Frage aber ein bisschen Zucker braucht der Körper einfach.
00:14:58: Zucker mit einem guten glykemmischen Index so wie Haferflocken und solche Sachen sind dann schon ganz gut.
00:15:03: Ansonsten gibt es schon auch bei den Brustkrebsdamen, die ja sehr informiert sind.
00:15:09: Häufig so ein bisschen dieser Mythos Soja darf ich nicht mehr essen!
00:15:15: Da gibt es jetzt gar keine richtigen Daten dafür.
00:15:17: Und man muss auch sagen, in Japan haben kaum Frauen Brustkrebs und die werden mit Soja groß.
00:15:23: also das ist eigentlich was habe ich das gelernt.
00:15:25: Soja dockt an einem anderen Estrogenrezeptor an und das ist nicht gefährlich.
00:15:31: Es ist kein Phyto-Estrogen wo die Brust Krebsfrauen Angst davor haben.
00:15:48: Also es ist ja so, dass die Onkologie rasant neue Präparate auf den Markt bringt und ganz viel Forschung investiert wird.
00:15:58: Und wir wirklich auf den Kongressen mit den Ornenschlagern, was es alles für neue Medikamente gibt – und ganz individuell und Immuntherapie oder auf der molekularen Ebene.
00:16:09: Das ist schon toll!
00:16:10: Aber ich finde immer, wenn wir jetzt schon wissen dass jeder Zweite im Laufe seines Klebens mindestens einmal Krebs bekommt wäre es natürlich wünschenswert wenn genauso viel Energie auch in die Prävention gesteckt wird.
00:16:23: Weil dann hätten wir gar nicht diese ganzen Fälle.
00:16:25: das ist einfach so.
00:16:27: und was ich erlebe.
00:16:29: bei mir wird leider häufig auch gesagt, die Branolte vom Tegerdsee macht ein bisschen Hokus Pokus.
00:16:35: Was ja gar nicht stimmt!
00:16:36: Aber ich verbinde die Schulmedizin mit der Komplementärmedizin und habe da einfach viele Ausbildungen gemacht.
00:16:44: und was fehlt in der reinen schulmedizinischen Onkologie?
00:16:48: Einfach den Menschen wieder als Ganzes zu sehen weil die nur noch abarbeiten, die Onkologen Es werden ja immer mehr Patienten, aber nicht immer mehr Onkologen.
00:16:57: Und es geht nur noch nach Akkord und da wird einfach nur noch ein Krebsknoten behandelt.
00:17:03: Nicht wer steckt dahinter?
00:17:05: Das ist sehr wichtig dieser
00:17:07: Punkt!
00:17:08: Man muss wirklich alles mit ins Boot nehmen.
00:17:10: Ob's jetzt die Psyche ist, die Bewegung, die Ernährung natürlich die konventionelle Schulmedizin.
00:17:16: Man muss die Seele mitnehmen oder die Pysche mitnehmen und dann muss jeder daran denken.
00:17:21: Das ist wahrscheinlich in diesem System, in dem wir uns bewegen oftmals gar nicht so einfach.
00:17:26: Ja und es ist jetzt gerade ja auch an der Prävention wieder ein bisschen gespart worden.
00:17:30: Na?
00:17:32: Genau nein aber prävention das ist glaube ich wirklich das wichtigste wie du sagst die Vorsorgeuntersuchungen dass jeder sich auch als gesunder Mensch schon um sich kümmert nicht erst wenn die Diagnose kommt und da ist sehr viel mehr gehört dazu als nur die Ernährung, sondern wie du auch gerade mit einem Satz gesagt hast.
00:17:50: Die Seele und das ganze Drumherum
00:17:52: alles genau muss man immer mitnehmen und Das würde ich mir wünschen.
00:17:57: aber es ist schwierig ist wirklich schwierig.
00:18:01: Meine letzte Frage an dich isst was liebst du ganz besonders an deinem beruf?
00:18:07: also Ich bin jetzt schon von zwanzig Jahre glaube ich in der Onkologie muss ich sagen Und war mal ein Jahr ohne.
00:18:15: Da habe ich gemerkt, mir fehlt was.
00:18:18: Die Onkologie an sich ... Ich hab ja nicht nur onkologische Patienten und viel Präventionspatienten.
00:18:24: Aber das ist eine ganz besondere Patientenanbindung.
00:18:27: Das erfüllt einen auch wahnsinnig!
00:18:30: In meiner jetzigen Praxis, weiß ich, habe ich total meine Bestimmung.
00:18:37: Lebe ich da jetzt?
00:18:38: Und arbeite ich?
00:18:39: Weil ich diese verschiedenen Heilkünste zusammenbringen kann und ich sehe, dass es dem Patienten so viel besser geht bei mir als damals, als ich nur die Schulmedizin konnte.
00:18:52: Also nicht nur besser geht ... Ich weiß, bei mir hab ich auch das Gefühl, leben Sie zum Teil länger?
00:18:56: Es ist nicht so, dass ich nur sterbende Patienten habe.
00:18:59: Aber die, die einfach eine sehr schwere Erkrankung haben, sind bei mir anders aufgehoben.
00:19:05: Und das erfüllt einen wirklich.
00:19:08: Das kann ich mir vorstellen!
00:19:10: Ich danke dir von Herzen für diesen sehr interessanten Podcast mit dir und ich freue mich schon, wenn wir das nächste Mal über ein anderes Thema von dir sprechen.
00:19:19: Sehr gerne!
00:19:20: Danke auch.
00:19:28: Und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie diesen Podcast abonnieren damit sie keine Folge verpassen.
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