Allergien bei Kindern: Je früher sie behandelt werden, desto größer die Heilungschance. Mit Dr. Sarah Quick
Shownotes
Kinder kommen heute wesentlich seltener mit Allergenen in Kontakt. Das ist für Dr. Sarah Quick einer der Hauptgründe, weshalb Allergien in den letzten Jahren extrem zugenommen haben: Mittlerweile leidet jedes dritte Kind darunter. Worauf Kinder hauptsächlich reagieren, warum Eltern die Symptome oft erst einmal nicht als Heuschnupfen oder Hausstaubmilbenallergie identifizieren und wie man eine Kreuzallergie austricksen kann – das verrät die Münchner Kinderärztin in der heutigen Folge von FEEL GOOD, LIVE BETTER.
Im Health-Podcast von Premium Medical Circle trifft CEO Stephanie Neureuter Expertinnen und Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Ernährung, Mental Health, Frauengesundheit, Augen- und Zahnheilkunde, Digital Health, Orthopädie, Psychosomatik oder Ästhetische Medizin. Es geht um Health und Wellbeing und darum, wie wir ein glückliches, langes Leben führen können. Informativ, spannend, unterhaltsam.
Website: www.premiummedicalcircle.com
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00:00:07: Herzlich willkommen zu vielgut live better, dem Podcast von premium medical circle.
00:00:13: Wie in unserem Printmagazin premium quarterly geht es hier um hells und well-being und darum wie wir ein gesundes und vor allem glückliches langes Leben führen können.
00:00:22: zur Seite steht uns dabei unser deutschlandweites Netzwerk herausragende Ärztinnen und Ärzte.
00:00:28: Ich bin Stephanie Neureuter, Founder und CEO von Premium Medical Circle.
00:00:32: Und ich treffe Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Mental Health, Frauengesundheit, Augen- und Zahnheilkunde, Orthopädie, Psychosomatik, ästhetische Medizin oder Digital Health.
00:00:45: Allergien haben in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen – auch bei Kindern!
00:00:50: Jedes Dritte ist mittlerweile davon betroffen.
00:00:52: Warum das so ist, auf was Kinder besonders häufig reagieren und vor allem ob beziehungsweise wie man eine Allergie heilen kann?
00:01:00: Darüber spreche ich heute mit Dr.
00:01:01: Sarah Quick die in München eine private Kinderarztpraxis betreibt und sich auf allergologie um Pneumologie spezialisiert hat.
00:01:14: Guten Morgen liebe Sarah!
00:01:15: Ich freue mich sehr dass du dir heute Zeit genommen hast um mit mir über das Thema Allergien bei Kinder zu sprechen.
00:01:22: Guten Morgen, liebe Steffi.
00:01:24: Ich freue mich auch sehr, dass du dir und ihr euch hier die Zeit genommen habt.
00:01:28: Und ich freu mich heute hier zu
00:01:29: sein.".
00:01:30: Allergien haben in den letzten Jahrzehnten extrem zugenommen.
00:01:34: Jedes dritte Kind entwickelt mittlerweile eine Allergie.
00:01:37: Woran liegt das?
00:01:38: Was sind die Gründe dafür?
00:01:40: Ja sicherlich hat es erst einmal damit zu tun, dass sich unser Lebensstil verändert hat da wir jetzt überwiegend in Städten wohnen haben zur Natur und unterschiedlichen Allergenen.
00:01:55: Also diese genannte Bauernhofhypothese weg vom Bauernhof in die Stadt, das hat einen Einfluss.
00:02:01: wenn wir uns gar nicht mehr mit den Allergien auseinandersetzen dann kennt sie der Körper nicht und erachtet sich als fremd.
00:02:08: Und was auch ein zunehmendes Problem ist Wenn wir in den Städten leben ist das Thema Luftverschmutzung und auch da Umweltveränderungen und das führt dazu dass wir immer mehr Allergien entwickeln.
00:02:19: Welche Allergien treten bei Kindern am häufigsten auf?
00:02:22: Wie sieht es zum Beispiel mit Häuschnupfen aus, auf was welche Pflanzen reagieren Kinder besonders oft.
00:02:28: Also der klassische Häuschnupfen, den verbuchen wir ja irgendwie immer im Frühling Sommer.
00:02:34: Da ist der Hauptvertreter Gräser und also die Spätblühe und dann erst kommen die Frühblüher, die Bäume.
00:02:41: Und auch noch ein sehr relevanter Faktor im Kindesalter ist die Hausstoppmilbe beziehungsweise die Haus Stoppmilben.
00:02:47: Die sind tatsächlich das Ganze relevant mehr wenn wir drin sind wo der Staub ist.
00:02:53: Das heißt im Winter aber unter dem Strich eigentlich alljährig Klassisch, wenn wir irgendwo in den Urlaub fahren und ich sag mal vielleicht eher in ein doch verstaubteres Sommerhaus gehen.
00:03:04: Dass beispielsweise da dann die Beschwerden mehr werden.
00:03:08: Weshalb identifizieren die Eltern die Symptome oft erst einmal nicht als Holzchnupfen?
00:03:12: Liegt es daran dass heutzutage alles früher blüht?
00:03:15: Oft noch mitten im Winter?
00:03:18: Ja, so zwei Faktoren.
00:03:19: Es ist ja super schwierig eigentlich eine Allergie zu unterscheiden von einem normalen Infekt.
00:03:26: Kinder haben spätestens wenn sie in die Kindertageseinrichtungen kommen multiple Infekte auch schnell hintereinander wo man auch eine laufende Nase hat, niesen kann.
00:03:38: Natürlich auch mal die Augen beteiligt sein können im Sinne einer Konjunktivitis und natürlich auch mal hustet so dass das eigentlich erst klarer wird über gewisse Jahre wenn sich das dann in einer Periode immer und immer wiederholt oder eben ein Ausmaß hat wo man sagt okay die Kinder alle anderen Kinder um mich herum haben zwar auch mal einen Infekt aber nicht solch ausgeprägte Beschwerden.
00:04:06: Und alleine dadurch braucht es mal gut, ein zwei drei Jahre bis man dann irgendwie dieses Thema erkennt.
00:04:13: Du hast jetzt gerade schon über Hausstaub gesprochen.
00:04:16: wie erkenn ich denn dass das eine Hausstaup-Milbenallergie ist?
00:04:22: Ja also... Oft hilft es, wenn man weiß, dass jemand schon in der Familie von den Eltern Probleme hat.
00:04:30: Da werden die Eltern schneller hellhörig.
00:04:34: Ansonsten ist das auch ein Thema, was dann erst über die Zeit so richtig klar wird, dass es beispielsweise zwischen Winter und Sommer kaum einen Unterschied gibt, weil das Kind fast das ganze Jahr durchnießt.
00:04:47: Gerade irgendwie in der Früh, wenn's wach wird oder aber immer in der Nacht auf einmal anfängt zu ... Einen Kusten.
00:04:53: Denn das größte Reservoir für Hausstopp-Milben ist die Bettmatratze.
00:04:57: Das heißt, wenn da kein spezielles Hausstoppmilben in Casing beziehungsweise eine spezielle Bettwäsche schon drüber ist dann haben die Kinder da eine besonders hohe Allergen-Exposition und reagieren entsprechend.
00:05:13: Und das wäre jetzt ein Beispiel dafür wie sich das über die Zeit so ein bisschen herauskristallisieren kann.
00:05:19: Nichtsdestotrotz sollte man eigentlich immer, wenn doch Ausgeprägte ... Schwerzen sind, auch bei den Kindern immer früher mal einen Allergetest machen.
00:05:28: Können alle Allergien durch eine Hyposensibilisierung behandelt werden?
00:05:33: Nicht alle Allergien!
00:05:34: Ja, aber gerade die über die wir jetzt gesprochen haben doch sehr gut.
00:05:40: Gerade die, die auch häufig zu einem allergischen Asthma führen.
00:05:44: Also die Hausstoppmilbe kann man sehr gut therapieren.
00:05:47: Früh- und Sperdblühe also Hauptvertreter eben für die Frühblüher, die Birke für die Sperddblücher Lischgras das kann man Sehr sehr gut terapieren mit einer Hyposensibilisierung sowohl sublingual als so mit einer Tablette oder Tropfen, die man unter die Zunge gibt oder eben Subcutan mit einer kleinen feinen Spritze einmal im Monat.
00:06:09: Und das dann über drei Jahre, ja?
00:06:11: Oder auch Insektengifteallergen die kann man auch gut also Biene und Wespe hyposensibilisieren.
00:06:16: Das wäre meine nächste Frage bei einer Insekten-Giftallergie.
00:06:19: Kann eine Desensibilisierung Leben retten?
00:06:23: Aber wie kann man sich vorher vor einem anerverlaktischen Schock schützen?
00:06:28: Man muss schon ein Ereignis in der Vergangenheit gehabt haben, wo man heftiger darauf reagiert hat und dann kriegt man einen Notfallset.
00:06:38: Ein Notfallset mit einem Cortisonpräparat, mit einem Antihistaminikum und wenn es eine ausgeprägte Reaktion war dann auch mit dem Adrenalin-Autoinjektor oder den man so kennt als Penn.
00:06:51: Dieses Notfallset sollte man immer bei sich haben.
00:06:55: Gerade in den spezifischen Zeiten, also in den Sommermonaten definitiv früher oder später.
00:07:02: wenn man wirklich einen Notfallset auch hat mit der ganz klaren Indikation zu einem Adrenalin-Autoenjektor dann besteht die Indikations für eine Hyposensibilisierung um langfristig noch mehr Sicherheit reinzubekommen und dieses Notfallsett nicht ständig mitführen zu müssen.
00:07:19: Du sagst es, je früher man eine Allergie erkennt und behandelt, desto größer die Chance den sogenannten Etagenwechsel zum Ast mal zu verhindern oder zumindest deutlich zu reduzieren.
00:07:29: Heißt das im Umkehrschluss?
00:07:31: Dass eine Allergie z.B auf einen Frühblöhr immer erst einmal nur die Schleimhäute beziehungsweise die oberen Atemwege betrifft.
00:07:39: Schön wär's!
00:07:40: Aber leider kanns auch direkt mit den unteren Atembergen losgehen.
00:07:46: Aber auch bei den Kindern, sag ich mal wo die Allergie schon so ausgeprägt ist.
00:07:51: Ist eine Hyposensibilisierung sehr sinnvoll um im Bestfall von diesem Etagenwechsel wieder wegzukommen und vielleicht nur noch milde Häuschnupfensymptome zu haben.
00:08:01: Oder aber wenn man diese nie hatte, das auch wieder komplett loszuwerden.
00:08:05: Aber eindeutig sieht man, dass eine Hyposensibilisierung je früher man sie macht doch einen besseren Effekt hat.
00:08:12: Da spreche ich jetzt nicht von ein-, zwei Jahren Unterschiedem Kindesalter sondern vom Unterschied fange ich erst im Erwachsenenalter an oder fange schon im Kindesalter an.
00:08:21: Plus die Durchhalte-Dauer ist dank... der Führung durch die Eltern viel, viel besser als wenn sie dann eine Erwachsene für sich selber durchziehen muss.
00:08:32: Kann denn allergisches erst mal chronisch werden?
00:08:35: Ja das kann chronisch werde gerade zu chronischen Veränderungen in den Atemwegen Wenn es auch schlecht eingestellt schlecht therapiert ist.
00:08:45: Und was ist, wenn ein Kind bereits unter Asthma leidet?
00:08:48: Bringt eine Hyposensibilisierung dann überhaupt noch etwas und bekommt man das Asthma damit wieder in den Griff.
00:08:55: Ja wie ich gerade sagte, dass es auf jeden Fall sinnvoll auch bei schon einem ja bei einer Allergiebeteiligung der unteren Atemwege mit einer Hyposensibilisierungstherapie letztlich die eigentliche Ursache zu therapieren.
00:09:09: Bei einem allergischen Asthma hat man sonst nur die Möglichkeit eine Art symptomatische Therapie zu machen, beziehungsweise ... Okay.
00:09:17: Das ist schon eine antientzündliche Therapie mehr als nur symptomatisch.
00:09:22: Aber die eigentliche Ursache, die Allergien, beeinflussen wir damit gar nicht.
00:09:26: D.h.,
00:09:27: das geht wirklich nur über diesen Hyposensibilisierungsweg und es ist sowieso gut, dass das geht.
00:09:33: Es gibt viele Fälle, die dann eigentlich gar keine asthmatischen Beschwerden haben.
00:09:37: Was natürlich super ist!
00:09:40: Und wie ist es mit Nahrungsmittelallergien?
00:09:42: Was reagieren die meisten Kinder?
00:09:44: Wie sieht es hier mit Kreuzallergien aus.
00:09:47: Ja, also häufig reagieren auch die Kinder eher die Kleineren im Bereich Lebensmittelallergien auf Milch und Ei.
00:09:56: Gott sei Dank hat man da eine große Chance über eine Toleranzentwicklung im Laufe des Lebens das auch wieder los zu werden.
00:10:04: Und wenn man jetzt die Besag Symptome hat wie klassisch Häuschnupfen, Früh- und Spätblüher.
00:10:11: Dann gibt es die Möglichkeit, weil gewisse Allergene sehr ähnlich sind, beispielsweise der Birke, dass man auch auf andere Produkte reagiert.
00:10:19: Diese Reaktion ist aber nicht schlimm, das nennt man nur Oralesallergiesyndrom.
00:10:24: Das heißt, man kann im Mund ein leichtes Kribbeln erleben.
00:10:29: Man kann auch irgendwie mal ein bisschen die Lippen gerötet geschwollen.
00:10:32: Es kann ein bisschen taub sein unangenehm ja?
00:10:36: schlucken, wenn es hinten irgendwie am Gaumen komisch spitzelt.
00:10:39: Dann hat man natürlich Angst dass es schlimmer wird.
00:10:40: aber das gute ist es wird nicht schlimmer.
00:10:43: und der Klassiker was ich jetzt gerade angesprochen habe bei Birke wäre eben der rohe Apfel oder auch rohe Karotte oder auch Haselnuss.
00:10:50: sobald die Produkte aber verarbeitet sind beispielsweise irgendwie gekocht oder gebacken machen sie durch die Veränderung in der Proteinstruktur keine Probleme mehr.
00:10:58: Und jetzt war aus meinem Interesse heraus, ab welchem Alter er fangen die Allergien an?
00:11:03: Im Säuglings-Altler schon oder ...
00:11:05: Die Allergie gehört ja zu dem atopischen Formkreis.
00:11:08: Ja und da ist der Klassiker.
00:11:11: als kleines Baby hat man Neurodermitis also Hautprobleme und kann sich darüber eventuell sensibilisieren und Allergiene bekommen.
00:11:18: dann im nächsten Schritt hat man Allergienen.
00:11:20: Da werden so die ersten Vertreter tatsächlich Milch und Eialergie bis es dann irgendwann übergeht zu Heuschnupfen.
00:11:29: Das kann auch schon mit drei, vier langsam beginnen.
00:11:32: Ehe man das dann so richtig bemerkt a, es könnte eine Allergie sein, dauert's meistens ja noch ein bisschen bis es dann, man sagt so klassischerweise Richtung Schulalter in den Asthma übergeht oder da die meisten Fälle sind aber auch da zeigt sich dass sich das doch viel früher entwickelt und bei denen ganz klein spricht man zwar nicht von einem Asthma- oder allergischen Asthma weil man meistens die Allergien noch gar nicht nachweisen kann dann spricht man von einem hyperreagiblen Bronchalsystem, also ein empfindliches Bronchalsystem.
00:12:03: Die Therapie ist aber tatsächlich sehr ähnlich
00:12:06: und sind die Eltern heutzutage da sehr sensibilisiert drauf zu sagen okay ich muss zu dir als Kinderärztin kommen weil ich glaube mein Kind hat eine Allergie oder ist das oft ... noch nicht so, dass die Eltern gleich zum Arzt gehen.
00:12:19: Das kriegt man auch in den Griff?
00:12:20: Ähm
00:12:21: ... Sie gehen ja erst mal akut zu ihrem Kinderarzt merken doch dann aber schnell.
00:12:26: Ja das ist ja nicht ein normaler feuchter produktiver Husten-Schnupfen wo einfach ein bisschen Schleim mobilisiert wird sondern es ist tiefer oder die Atmung ist viel angestrengter und da kriegt ihr natürlich schon auch einen Schreck wenn man so ein Kind angestrent atmen sieht.
00:12:43: Und doch stellen sie sich sehr gerne vor Tatsächlich, dass diese Bereich Kinderpneumologie und Allergologie sehr gefragt werden.
00:12:50: Da gibt es einfach wenige, die das machen.
00:12:52: Das ist
00:12:52: auch mein Einbruch!
00:12:54: Deshalb
00:12:55: kommt man dann auch gerne zu dir.
00:12:58: Weshalb bekommen manche Menschen Allergien und andere nicht?
00:13:01: Gibt es ein Allergie-Gen an dem man das festmachen kann?
00:13:06: Ja, das wäre schön.
00:13:08: Dieses eine Gen kennt man so noch nicht... Und es ist auch ganz interessant zu beobachten, dass beispielsweise Geschwister-Kinder ja die von zwei allergiebetroffenen Eltern sind.
00:13:21: Dass eine Kind entwickelt Allergien und das andere aber nicht.
00:13:25: Also da sehen wir natürlich wenn in der Familie schon Allergiene vorliegen dann hebt es das Risiko auf jeden Fall, dass auch das Kind eine Allergie entwickelt.
00:13:33: Aber viele andere Umwelteinflüsse haben dadurch noch ein Einflussfaktor ob sie dann tatsächlich auch erscheint im Alltag mit klinischen Symptomen oder nicht.
00:13:45: Ja, beispielsweise ist das auch ganz interessant bei meinem Mann ... Dessen Vater hatte Allergien und er leider auch.
00:13:55: Und sein Bruder wiederum nicht, beziehungsweise der eine hat ... Meine Vermutung ist doch sehr viel Haut- und Nahrungsmittelallergien abbekommen.
00:14:04: Das ist mein Mann!
00:14:05: Sein Bruder eventuell ein bisschen allergisches Asthma, aber hat nichts von Lebensmittelallergen, hat nichts Abbekommen von Hautproblemen.
00:14:13: Also super spannend.
00:14:14: Die sind ja im selben Haushalt großgeworden.
00:14:17: Ja.
00:14:17: Und euer Kind ist jetzt aber
00:14:19: ... Ja, genau deswegen war es auch sehr interessant für mich diesen Bereich dann doch zu vertiefen.
00:14:26: Klopp, klopp.
00:14:27: Außer mal ein bisschen trockener Haut hat sie bis jetzt noch nicht.
00:14:31: Gott sei Dank!
00:14:32: Ich hab mich natürlich auch viel damit beschäftigt.
00:14:33: was kann man machen bei Noose Allergien?
00:14:35: Hab das schon in Schwangerschaft und Stillzeit alles gegessen?
00:14:38: Alles gegessen was ich essen kann Gott sei dank und mein Mann nicht und ihr ist dann auch einfach früh gegeben.
00:14:43: Das ist natürlich sehr gut.
00:14:45: also das führt dann schon dazu dass man dann relativ das Kind darauf vorbereiten kann nicht allergien zu entwickeln oder?
00:14:51: Ja
00:14:51: also möglichst früh eigentlich.
00:14:52: eben dass das Kind eine Chance hat sich damit aus miteinander zu setzen, ja?
00:14:56: Also sehr spannend.
00:14:57: Sind Menschen die beispielsweise in den Pollen-Allergie haben Gefährdete auch eine andere Allergie zu bekommen?
00:15:03: Also grundsätzlich jemand der schon eine Allergy hat im Vergleich zu jemanden, der noch gar nichts hat... Ja, schon
00:15:10: würdest du sagen.
00:15:11: Und dann kommen Sie wie gesagt drauf an.
00:15:12: war es auch schon irgendwie mit Neurodermitis?
00:15:14: ging das früh los!
00:15:16: Gibt es einen Fall in deiner Praxiszeit, der dich besonders bewegt hat oder auf deinem Weg in einer letzten Zeit, der Dich besonders berührt.
00:15:25: Also tatsächlich viele Fälle, die durch diese Hyposensibilisierungstherapie einen enormen Relief eine enorme Erleichterung bekommen haben.
00:15:37: Und ganz gut kann man das eigentlich beobachten weil bei diesen ganzen Häuschnupfen Hausstopp-Milmallergie ist es so ein bisschen entschleichender Prozess.
00:15:45: Man merkt irgendwie man kann die Medikamente langsam irgendwie reduzieren dann absetzen Im optimalen Falle.
00:15:53: Und dann macht man diese Therapie einfach weiter, kriegt das gar nicht so richtig mit.
00:15:59: Aber bei den Wespen und Bienengift aller Gekern ist es sehr interessant zu sehen die kriegen das sehr wohl mit wenn sie in dieser Hyposensibilisierung Therapie sind.
00:16:08: Und dann sagen wir mal, kommt der nächste Sommer und sie werden auf einmal wieder gestochen von dem Tier.
00:16:14: Der ist natürlich das Kind und alle in der Familie sehr angespannt.
00:16:18: Dann greifen Sie zum Notfallset wie Sie das dann immer erzählen!
00:16:22: Und denken sich, oh meine Güte was passiert jetzt?
00:16:24: und dann merkt man aber es passiert nichts.
00:16:27: Ja?
00:16:30: Die vergessen das auch nicht zu erzählen.
00:16:31: die kommen zum nächsten Hypo-Sensibilisierungstermin und sagen einem ich wurde jetzt neulich gestochen!
00:16:36: Es ist nichts
00:16:37: passiert.
00:16:38: Ist ein Trauma dass man genügt hat das dann irgendwie nicht...
00:16:41: Dann erklären wir auch naja wir geben ja jetzt alle vier Wochen eigentlich einen Stich und da reagierst du ja auch nicht bei der Therapie deswegen eigentlich zu erwarten, dass du bei dem Stich auch nicht reagierst.
00:16:55: Aber das ist wie so ein ganz prägnanter Aha-Moment und das ist sehr schön zu sehen!
00:17:01: Jetzt sind wir schon bei unserer letzten Frage angekommen.
00:17:03: liebe Sarah eine sehr persönliche Frage an dich was ist das was du besonders am Beruf liebst?
00:17:11: Also ich liebe es tatsächlich den Patienten mit seiner Familie durchs Leben zu begleiten.
00:17:19: Das hat man an der Klinik so in der Form nicht.
00:17:22: Ich war ja zuletzt schon in einer sehr spezialisierten Ambulanz, das war fast ein bisschen wie eine Praxis.
00:17:29: Dort kamen die Kinder mit den Allergien ungefähr einmal im Quartal zu einem, sodass man da auch schon die Chance hatte, den Patienten und auch das Surrounding sozusagen kennenzulernen.
00:17:41: Es hat mir sehr gut gefallen.
00:17:42: aber jetzt ist es doch noch mal was ganz anderes vor allem wenn man wirklich diese Phase erstes Kind ... das Baby ist geboren.
00:17:50: Natürlich haben die Eltern wahnsinnig viele Fragen, dann später irgendwie das Kleinkind wo man ja auch schon so ein bisschen Tricks anwenden muss dass man dieses Kind auch schafft zu untersuchen, nicht wahr?
00:18:01: Bis dann auch ganz interessanterweise zum Jugendlichen-Patienten.
00:18:06: Und so sind ja die Fragen und Bedürfnisse ganz unterschiedlich.
00:18:11: Das finde ich wahnsinnig schön, plus Kinder ... Wenn sie dankbar sind, geben das einem ... so charmant, unmöglichbar in dem Moment auch wieder zurück.
00:18:22: Sei es wenn man eine kleine Belohnung einen Luftballon oder was auspackt und sie dich dann mit diesen großen Augen anstauen... Also ist das eigentlich ein Hobby für mich keine Arbeit!
00:18:33: Ich darf den schönsten Beruf der Welt ausüben.
00:18:38: So muss ich sagen empfinde ich's und jetzt tatsächlich auch in meiner eigenen Praxis.
00:18:42: Und sag mal wie lange begleitest du deinen Kinder?
00:18:45: Also auch gerade mit dem Thema Asthma und Allergien über das Kindes- und Jugendlichalter Hinaus.
00:18:52: Ja, ich hab auch einige Erwachsene die ich allergologisch also Eltern betreue.
00:18:57: ja weil das geht auch Und ich meine, diesen Schiff ... Man ist jetzt achtzehn.
00:19:03: Wir lassen dich frei in die erwachsenen Medizin.
00:19:07: Da weht der Wind ja doch noch mal ein bisschen anders?
00:19:09: Ja, da wird nicht ganz so gekümmert, würde ich sagen.
00:19:12: Da ist man schon sehr auf sich selbst gestellt.
00:19:15: Da sagen wir auch nicht mit achtzehnt und jetzt tschau!
00:19:18: Sondern das ist ein Übergang.
00:19:21: Sarah, also bei dir wäre ich auch gerne Patientin oder Patient.
00:19:25: Ich bin ganz gespannt auf unser nächstes Mal denn ich glaube wir werden noch ein paar andere Themen haben die du sehr gut mit uns beleuchtest.
00:19:33: Vielen Dank!
00:19:34: Ja danke dir und es hat mich sehr gefreut und ich freue mich natürlich auch wenn wir noch ein bisschen eine andere Themen besprechen und aufnehmen.
00:19:41: Auf jeden Fall Und ich würde mich sehr freuen wenn Sie diesen Podcast abonnieren damit sie keine Folge verpassen.
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