Gesund & glücklich: Wie der Darm Körper und Kopf steuert. Mit Dr. Jürgen Eck
Shownotes
Es ist ein unterschätztes, aber extrem wichtiges Organ: Über 70 Prozent des Immunsystems werden hier generiert und rund 95 Prozent des Glückshormons Serotonin. Nur zwei Beispiele, weshalb das Darm-Mikrobiom für unsere Gesundheit so entscheidend wichtig ist. Der Biotechnologe, Mikrobiom-Experte und Co-Founder von Health Standard Solutions Dr. Jürgen Eck spricht in der aktuellen Folge von FEEL GOOD, LIVE BETTER über neueste Studien, die darauf hindeuten, dass das Mikrobiom mit Parkinson und sogar Alzheimer-Erkrankungen zusammenhängt; er erklärt, wie sich Bewegung, Schlaf und Stress auf die Darmgesundheit auswirken und was der Unterschied zwischen klassischen und sogenannten Präzisions-Probiotika ist.
Im Health-Podcast von Premium Medical Circle trifft CEO Stephanie Neureuter Expertinnen und Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Ernährung, Mental Health, Frauengesundheit, Augen- und Zahnheilkunde, Digital Health, Orthopädie, Psychosomatik oder Ästhetische Medizin. Es geht um Health und Wellbeing und darum, wie wir ein glückliches, langes Leben führen können. Informativ, spannend, unterhaltsam.
Website: www.premiummedicalcircle.com
Transkript anzeigen
00:00:07: Herzlich willkommen zu vielgut live better, dem Podcast von premium medical circle.
00:00:13: Wie in unserem Printmagazin premium quarterly geht es hier um hells und well-being und darum wie wir ein gesundes und vor allem glückliches langes Leben führen können.
00:00:22: zur Seite steht uns dabei unser deutschlandweites Netzwerk herausragende Ärztinnen und Ärzte.
00:00:28: Ich bin Stephanie Neureuter, Founder und CEO von Premium Medical Circle.
00:00:32: Und ich treffe Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Mental Health, Frauengesundheit, Augen- und Zahnheilkunde, Orthopädie, Psychosomatik, ästhetische Medizin oder Digital Health.
00:00:45: Fast neunzig Prozent aller Krankheiten hängen mit dem Darm zusammen.
00:00:49: Über siebzig Prozent unseres Immunsystems werden hier generiert – rund neunzig Prozent des Glückshormons Sirotonin!
00:00:57: Mein heutiger Gast Dr.
00:00:58: Jürgen Eck, Biotechnologe, Entrepreneur und Co-Founder von Health Standard Solutions hat sich auf die Erforschung des Darmikrobioms spezialisiert – von ihm möchte ich wissen welchen Einfluss es auf unsere körperliche und mentale Gesundheit hat was sogenannte Präzisionsprobiotiker von klassischen unterscheidet und was es mit dem sprichwörtlichen Bauchgefühl auf sich hat.
00:01:24: Lieber Jürg, ich freue mich sehr, dass du heute mein Gas wisst!
00:01:28: Hallo Steffi, schön dass ich da sein darf.
00:01:29: Danke!
00:01:30: In unserem Vorgespräch hast du erzählt das die ersten tausend Tage unseres Lebens entscheidend wichtig sind für die Entwicklung eines gesunden beziehungsweise möglichst ausbalansierten Mikrobioms.
00:01:42: Warum ist es so?
00:01:44: In der Tat sind die ersten Tausend Tage also von Geburt bis zum Beispiel zweiten Geburtstag sind eigentlich entscheiden weil sich da erst das Mikrobiom ausbildet.
00:01:54: Woher kommt das Mikrobiom?
00:01:56: Das bekommen wir maßgeblich von unserer Mutter quasi übertragen.
00:01:59: Das heißt, bei der Geburt überträgt sich das Mikrobium aus dem Geburtskanal vor allem dann erst mal auf das Neugeborene und die ersten tausend Tage sammelt das Neegeborenen sammeln wir All die Mikroorganismen außer unserer Umgebung auf.
00:02:17: sehr wichtig der Kontakt, der Körperkontakt zu unseren Eltern.
00:02:22: Da bekommen wir viel mitgegeben.
00:02:24: und natürlich aus der Umwelt, aus der Natur von den Haustieren überall sammeln wir diese Mikro-Organismen dieses Mikrobiom auf und das ist der Grundstock auf dem wir dann ein Leben lang aufbauen.
00:02:37: Was versteht man überhaupt unter einer gesunden Darmflora?
00:02:41: Welche Bestandteile bzw.
00:02:42: Zusammensetzungen sind extrem wichtig?
00:02:46: Da muss ich kurz ein bisschen auswohlen dahingehend, dass das Mikrobiom ist eigentlich ein überseenes oder vielleicht sogar auch unterschätztes Organ.
00:02:57: Das Mikrobiome agiert wie ein Organ systemisch für uns und in uns und ich vergleichse immer mit so einer Art Interaktionsnetzwerk, das heißt es ist nicht nur entscheidend oder nicht so sehr entscheidende was da jetzt genau für Bakterien drin sind.
00:03:16: Da wird in vielen Publikationen werden dann alle mögliche Namen genannt die unmerkbar und unersprechlich sind.
00:03:24: Es sind die Funktionen Und die Funktionen, die das Mikrobiom hat in Form von Stoffwechselprodukten.
00:03:31: In Form von Dingen, die des Mikrobioms synthetisiert reguliert dieses Mikrobiome systemisch in uns den Stoff wechseln – das Immunsystem und sogar mentale und kognitive Gesundheit.
00:03:47: Das macht es auch am systemischen Niveau.
00:03:50: Es ist altbekannt, dass das Mikrobiom zum Beispiel uns mit Vitaminen versorgt.
00:03:56: Viele essenzielle Vitamine wie die B-Vitamin bis hin zu Vitamin B-Zwölffolsäure und so weiter werden durch das Mikobiom synthetisiert und uns als Mensch quasi zur Verfügung gestellt.
00:04:10: Das gleiche gilt für die Mineralstoffaufnahme Alles Dinge die das Mikrobium unsere Verfügung stellt.
00:04:17: was eher unbekannt ist dass er darüber hinaus zum Beispiel auch das Mikrobiom.
00:04:22: entscheidend ist, wieviel Kalorien wir aus der Nahrung aufnehmen.
00:04:27: Wie wir es aufnehmen?
00:04:28: Wie wird es für Stoff wechseln bis hin zur Immunsystemausbildung und Regulation vor allem?
00:04:35: Und das ist eben dieses komplexe Organ, das schätzungsweise aus Achtundreißig Billionen also Achtunreißigtausend Milliarden Mikroorganismen besteht und in seiner Komplexität in Stoffwechsel, im Immunsystem, in Kognitive und mentale Gesundheit hineinragt.
00:04:55: Und das ist dieses Komplexe aber auch so essentieller Organ für uns.
00:05:01: Verändert sich das Mikrobiom im Laufe des Lebens?
00:05:04: Und wenn ja ... wie?
00:05:07: Das Mikrobiome verändert sich und es verändert sich natürlich von Beginn an wie vorher schon erwähnt vor allem in Kindesalter wo er sich ausbildet.
00:05:16: Aber auch mit dem Alter verändert sich das.
00:05:19: Es verändert sich aber viel, viel stärker durch externe Einflüsse, indem wir dieses Mikrobiom herausfordernden Challenges zum Teil auch schädigen.
00:05:31: und so wie auf der einen Seite, auf der guten Wie auch schlechten Seite die Ernährung des Mikrobiome beeinflusst sowohl in guter Weise wenn ballaststoffreiche Ernährung zu uns nehmen, die berühmte mediterrane Diät haben.
00:05:47: Dann ist das gut für unser Mikrobiom weil das liefert die Nährstoffe und das Substrat.
00:05:52: Das ernährt unsere Mikrobiome, bildet die Grundlage für all das was das Mikrobioma für uns stünderisieren muss und tun muss.
00:06:03: auf der anderen Seite belasten wir das Mikobiom täglich durch Nahrung, Ernährungsweise durch Lebensstil, durch Medikamente.
00:06:11: Durch Stress auch?
00:06:12: Durch Stress.
00:06:14: Stress ist einer der größten Punkte die unser Mikrobiom negativ beeinflussen.
00:06:20: Das reduziert ganz klar die Entzündungshemmendeigenschaft des Mikrobioms also einer der zentralen Punkte.
00:06:28: das Mikrobiomes ist dass es Immunreaktionen vor allem entzündungen reguliert und auch wieder anti-insündlich quasi agieren kann.
00:06:37: Das macht es durch bestimmte Metabolite, die das Mikrobiums interessiert.
00:06:42: Das sind die sogenannten kurzkettigen Fettsäuren, Schorsteinfettiersetz vor allem Butyrat und Propionat zu nennen.
00:06:50: Das ist ganz, ganz wichtige Stoffe, die zum Beispiel dafür sorgen dass unsere Darmschleimhaut intakt ist, dass sie auch geschlossen ist, keine Nahrungsmittelbestandteile, Toxine sonst wie Bestandteilen der Nahrung in unsere Blutbahn gelangen können und andererseits wirkt das anti-entzündlich.
00:07:09: Das heißt Entzündungsreaktionen werden dadurch wieder runtergefahren, werden abgemildert und Stress ist genau das was diese auf der einen Seite über Cortisol als Stresshormon genau diese entzündlichen und pro-inflammatorischen Reaktion im Körper auslöst und da bedarf es eben das Mikrobiom mit diesen genannten Stoffwechselprodukten um dagegen zu steuern.
00:07:31: ja und fehlt dass.
00:07:33: dann kommen alle diese Stressfaktoren dann durch und bis hin dazu.
00:07:39: Das heißt, es treten Nahrungsbestandteile aus dem Darm in die Blutbahn über was zu chronischen Entzündungreaktionen führt zur berühmten und auch gefürchteten Silent Inflammation.
00:07:51: Man merkt das nicht, dass man hat kein Fieber, man hat keine Rötungen oder akute Entzündenungrektionen aber permanent hat man intern eine Entzüngungslevel Und
00:08:03: das Immunsystem kämpft wahrscheinlich
00:08:04: die ganze Zeit?
00:08:05: Das Immunystem kämpfe, ermüdet auch mit der Zeit.
00:08:07: Man hat all die Folgereaktionen, die bis eben zu mentalen Problemen, zu Konzentrationsproblemen auf der mentalen Seite sind ja auch so körperlichen Dingen dann einfach kommen Müdigkeit sowieso...
00:08:20: Also quasi aufs gesamte System große Auswirkungen haben?
00:08:24: Genau und
00:08:24: wieder die systemische Wirkung einfach dann eintritt.
00:08:27: Das ist einer der größten negativen Einflussfakturen die zu einer Dysbioser, also einem Ungleichgewicht innerhalb des Mikrobiums führen.
00:08:35: Jetzt hast du quasi ja eigentlich schon gesagt das ist mit der negativste Einfluss.
00:08:41: was ist ein positiver Einfluß?
00:08:43: Was man als Erwachsener vor allen Dingen für die Darmflora tun kann?
00:08:49: Eine gesunde Darmfloor!
00:08:51: Ja ich komme gleich noch auf die Thematik was es eine gesunde Darmflora.
00:08:55: aber das Positivste was wir tun können ist zum einen Ernährung Das Darm-Mikrobiom mit deren Futterquasi zu ernähren, das sind Ballaststoffe.
00:09:04: Das sind komplexe Oligosaharide.
00:09:07: Da sind resistente Stärke.
00:09:10: Das ist die Nahrung für unsere Mikroorganismen.
00:09:15: Das können wir dem gut tun.
00:09:18: Leider ist es so dass die heutigen Generationen oftmals nicht mehr ein vollständiges Mikrobiom haben.
00:09:27: Es gibt Forschungsbereiche, die also aufzeigen, dass wir eine Abnahme der Mikrobiomediversität haben.
00:09:33: Dass wir von unserer Mutter und unseren Eltern weniger Mikroorganismen übertragen bekommen als die Generation davor.
00:09:42: Das heißt es gibt einen ständigen Verlust dafür dazu das wir heute nicht mehr sagen können okay wir sind eh komplett.
00:09:48: wenn man uns nur darum kümmern, dass das gut ernährt ist und was zu futtern hat dann ist auch alles gut.
00:09:56: dürfen das alles noch da ist.
00:09:58: Das ist halt in vielen Fällen leider nicht mehr so, sondern wir müssen auch zusehen dass wir ganz bewusst ein bisschen nachsteuern mit Probiotika, mit Prebiotica, mit ganz gezielten Aktivitäten diese Lücken auch in diesem Funktionskomplex dann auch wieder versuchen zu schließen.
00:10:18: und ganz klar es hat auch in vielen vielen Studien beschrieben Bewegung hilft in der Natur draußen bewegen und vor allem Stresslevel zu reduzieren.
00:10:28: Das
00:10:28: ist nicht immer so leicht, aber gut ... Ja, das ist tatsächlich eine Sache an der man grundsätzlich arbeiten sollte am Stresslevel.
00:10:35: Jetzt hast du auch schon erwähnt Medikamente.
00:10:38: Antibiotika möchte ich jetzt mal hervorheben, setzen den Mikrobiom extrem zu?
00:10:44: Wie kann ich es stärken wenn ich einfach Antibiotika nehmen muss.
00:10:48: also was tue ich, wenn ich eine Einnahme über zehn Tage oder vierzehn Tage nehmen musste?
00:10:55: Eine Maßnahme ist natürlich schon begleitend zur Bandebiotika-Einnahme, Strohbiotica zu uns zu nehmen.
00:11:01: Das heißt den verheerenden, kilnenden Aktivitäten der Anbiotikam dient natürlich auch das Mikrobiom angehen insofern etwas abzulenken und das Mikrobion dahinten ganz so stärken.
00:11:14: Das heisst Maßnahme eins immer auch schon begleitend zur Antibiotikum-Einnahme begleitend dazu schon eben Probiotika, vor allem Laktobazillen also dort gegenzusteuern.
00:11:26: Das Wurde ist dann auch nach Antibiotikum Eingabe vor allem Maßnahmen zu treffen die Bildung von antiinzündlichen Metaboliten und antiinsyndlischen Stoffwechselprodukten des Mikrobiums fördern.
00:11:40: hier wiederum Butirat als der zentrale antiinzyntliche Metabolit des Mikobioms.
00:11:46: das heißt Entweder Probiotika einnehmen, die genau diese Butyratbildung stärken und auch hervorrufen oder eben noch dazu durch Bewegungen, durch Ernährung.
00:11:59: Genau dieser anti-inzündlichen Effekte eben dann
00:12:02: stärken.".
00:12:03: Man spricht jetzt sehr viel von der Darmhirnachse.
00:12:07: Will heißen?
00:12:08: Der Einfluss des Darms bzw das Darm Mikrobioms auf unsere mentale Gesundheit ist enorm!
00:12:15: Inwiefern?
00:12:17: Das Mikrobiom oder ein intaktes Interaktionsnetzwerk, eine intakte Funktion des Mikrobioms bildet eine ganze Menge von Neurotransmittern.
00:12:27: Darunter Gama Amina Buddha Säure Gaba darunter Serotonin das berühmte Glückshormon und Dopamin was für unsere Motivationen auch Konsolationsfähigkeit zum Beispiel essentiell ist.
00:12:40: so ist es vielleicht auch überraschend dass das im Körper enthaltenen Serotonins in unserem Darm gebildet werden.
00:12:50: Durch Darmzellen, durch das Mikrobiom und nicht etwas sonst wo.
00:12:54: Das heißt ganz essentiell für die mentale Gesundheit ist eben auch die Funktion des Mikrobioms mit der Bildung dieser Neutrotransmitter.
00:13:04: Wovon ist das abhängig?
00:13:06: Natürlich auch von der Menge an Neutotransmittern, die gebildete werden.
00:13:10: wenn wir zum Beispiel ausreichend gabbar und in der Folge davon Serotonin bilden, dann führt es zu einer ruhigen Emotionslage zur emotionale Resilienz wie es beschrieben wird.
00:13:24: Darüber können Angstzustände vermieden werden.
00:13:27: das führt zu höherer Konsolationsfähigkeit der berüchtigte Brainfock geht weg und man hat eine erhöhte Klarheit im Denken Man kann sich besser konzentrieren, man ist emotional stabiler.
00:13:41: gerade die Bildung von GABA als Ein Antauconist, ein Gegenspieler der Aufregung ist ganz wichtig für diese Emotionalresilenz und auch für die Stressresilienz.
00:13:57: Die Frage wie ich auf Cortison, auf Stress reagiere hängt extrem stark davon ab wie viel Gabar durch das Mikrobiom gebildet wird und gebildete wurde.
00:14:08: Habe ich da wenig?
00:14:09: Dann neige ich zu Angstzuständen, Panik bis hin zur subklinischen Depression.
00:14:16: Habe ich viel damit dann bin ich da ganz ruhig.
00:14:18: lex kann klar darüber nachdenken kann das besser einordnen kann mich fokussieren kann wieder besser auch mit Stresssituation umgehen bis hin zu Auswirkungen.
00:14:29: man merkt es dann auch sogar am Blutdruck anstiegen und an der Pulsfrequenz die hochgeht.
00:14:33: habe ich einen Mangel an Serotonin, einen Mangellangaber Dann geht Puls hoch, Blut druck geht hoch Ausreichende Mengen dieser Mikrobiome gebildeten Neurransmitter bin ich da eher gelassen und eher resilient.
00:14:49: Du hattest von einem sehr eindrücklichen Mäuse-Experiment erzählt, es ging um Ängstlichkeit versus Wahrgemut?
00:14:57: In der Tat ein sehr interessantes und auch sehr wegweisendes Experiment.
00:15:01: also in der Tat wurden Mäuser ausgesucht, eine Mäise wurde in einen Testkäfig beobachtet.
00:15:06: In diesem Setup hat man einen Futterquelle in die Mitte gestellt und diese Futter Quelle war über zwei dünne Stege zu erreichen.
00:15:15: Also außen waren dem Mäuse über zwei Dünne Stege, über eine kleine Vertiefung konnte man dieses Futter erreichen Und man hat das Mäuse gefunden, die sehr ängstlich außen geguckt haben und sich nicht getraut haben über diesen dünnen Steg zu dem verlockenden Futternapf zu laufen und zu krabbeln.
00:15:34: Andere Mäusen wiederum hat man gefunden, diese sind voller Mut, voller Zuversicht da rüber und gleich rüber.
00:15:41: Genau, zack!
00:15:43: Man hat dann gesehen, dass diese beiden Charaktere, sag ich mal, diese beiden Mäuser unterschiedliche Mikrobiome Funktionalitäten hatten und unterschiedliche auch Neurotransmitterlagen hatten.
00:15:57: Was man dann gemacht hat in diesem Model-Experiment, man hat das Mikrobiom transplantiert.
00:16:03: Man hat quasi das Mikrobium der einen Maus in Form des Darminhaltes in die andere ehemals ängstliche Maus transplantiert und umgekehrt.
00:16:12: Und was ist passiert?
00:16:13: Da kam es schon vorher anen, die zuvor Ängstlicher sich nicht trauende Mutlose Ohne Zuversicht Maus, jetzt genauso Silbergerast hin zum Futter und dort war sie.
00:16:26: Während die vormals mutige Maus einfach dann auch ängstlich wiederum am Rand verblieben ist.
00:16:33: Und das zeigt es nur sehr bildhaft beschrieben genau diesen Funktionsbeitrag wie wichtig dieses funktionierende Mikrobiom eben ist um sogar über die Darm-Hinachse eben auch auf Emotion, auf Stimmungslage und auf Stressresilienz einzuwirken.
00:16:51: Neuste Studien lassen einen Zusammenhang zwischen Darm, Mikrobiomen und Parkinson sowie Alzheimer-Demenz vermuten.
00:16:59: Wie sieht hier der Stand der Forschung aus?
00:17:02: In der Tat ist es so dass quasi das Mikrobiom vor allem auch über die Eigenschaften entweder entzündungsfördernd zu wirken, wenn das quasi im Ungleichgewicht ist oder eben entzünden hemmend zu wirk'n.
00:17:16: Wenn es im Gleichgewicht isst hat es auch Auswirkungen auf den Verlauf von Parkinson und auch so zumindest mal die ersten Indizien auf dem Verlauf vom Alzheimer.
00:17:27: Der Stand bei Parkinson ist relativ weit schon gedient sodass man schon mittlerweile am Zustand des Mikrobiomes schon fast vorhersagen machen kann, ob da am Ende vielleicht eine Parkinson droht.
00:17:40: Bei Alzheimer ist man nicht ganz so weit... Man sieht aber klare Zusammenhängen zwischen dem Zustand der Funktionalität eines Mikrobioms auf der einen Seite und der Entwicklung von Parkinson oder der Frequenz der Parkinson-Schübe auch ganz konkret auf der anderen Seite und auch die Entwicklung von Amylideplugs auf der Seite der Alzheimer.
00:18:02: Es beschreibt eigentlich nur das Erwartete, dass eben dieser immense Systembeitrag dieses Organs-Mikrobiom auch auf diese neurologischen Erkrankungen hat.
00:18:13: So wie es wie eben beschrieben den mehr oder weniger guten Beitrag zur Stimmungslage hat als ist einmal kleinen Beitrag zu unserem Alltag so hat sie eben dann auch im Worst Case dann auch sogar zu diesem sehr schwerwiegenden erkrankungensernen Beitrag bei vorliegenden Dysbiosen Beispiel.
00:18:34: Das Mikrobiom bildet aus tryptophan einer Aminosäure, die wir mit der Nahrung aufnehmen in einem funktionierenden Fall Dopamin.
00:18:42: Dopamin wirkt motivierend, konstationsfördernd ist ein Belohnungshormon das also uns auch belohnt und die Stimmungslage ganz klar positiv motivierends zuversichtgebend angstzuständelösend nach vorne bringt.
00:18:58: wenn das Mikrobiome nicht Funktional ist und außer Balance geraten ist, dann kommt dieses Triptofahren, diese Aminosäure oftmals in einen anderen Weg.
00:19:09: Und daraus werden dann sogar neue toxische Verbindungen daraus interessiert die dann eben genau zu den vorgenannten Krankheitsbildern beitragen können.
00:19:18: Das heißt es ist nicht mehr wenn zum Beispiel noch dazu noch diese Metapolite fehlen.
00:19:25: die Entzündungshemmen sind Das Brutirat, das ich vorher schon nannte.
00:19:29: Wenn das fehlt und dazu kommt eine neue toxische Wirkung von diesen tryptopharen Metaboliten dann geht es eben den falschen Weg.
00:19:36: Und das ist nur weil das Mikrobiom in seiner Funktionalität nicht mehr richtig funktioniert und nicht mehr im Balance ist.
00:19:47: Wodurch unterscheiden sogenannte Präzisionsprobiotika die du entwickelt hast vom klassischen Probiotiker?
00:19:54: In der Tat, das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:19:57: Dazu muss man ein bisschen verstehen, woher die Probiotika-Forschung kommt.
00:20:03: Ganz früher hat man angefangen als man sich mit dem Mikrobiom und all dem was da in unserem Mikrobiome alles so enthalten ist beschäftigt hat, hat man verglichen dass Mikrobiomen von gesunden Menschen verglichene mit den Mikrobioma von erkrankten Menschen, die eine bestimmte Erkrankung haben Und hat gesehen, bei dem gesunden Menschen kommen bestimmte Mikroorganismen häufiger vor oder sind mehr enthalten als beim kranken Menschen.
00:20:32: Das waren z.B.
00:20:33: Bifotobakterien und Laktobazillen.
00:20:36: Viele Bakterien, die man schon vom Namen her so ein bisschen kennt, als.
00:20:40: das sind so die Probiotika.
00:20:42: Es waren typischerweise auch die gleichen, wie bei fermentierten Lebensmitteln.
00:20:48: Sauerkraut oder Kimchi, das sind auch Laktopazillen- oder Parzillosorganismen die eben dort den Vorkommen.
00:20:56: Das funktioniert aber nur bis zu einem bestimmten Punkt.
00:21:00: Man hat nämlich gesehen, es gibt Studien vom NRH in USA, die gesehen haben dass diese klassischen Probiotika einen Non-Responder Bereich haben von Leuten die also wo dies nicht funktioniert von vierzig bis fünfundvierzig Prozent Um es hart zu formulieren, wenn man also diese klassischen Probiotika nimmt hat man eine Chance wie man eine Münze wirft ob das Ding bei einem funktioniert oder nicht.
00:21:26: Wo dann liegt das?
00:21:27: Das liegt daran dass unser Mikrobiom jetzt nicht mehr so ultra super Superwoman, Superman-like komplett ist sondern dass uns da schon Komponenten fehlen.
00:21:39: Das heißt ich kann dann womöglich ein Lackdrop als hier oben reinwerfen Aber dann fehlt es woanders noch ein Brückenteil und dann kann eben das nicht zur Funktion kommen.
00:21:51: Deshalb auch so wichtig, dass wir uns weniger darum kümmern ob wir jetzt einen Laktobacillus oder ein Bividobakterum hier hineingeben in den Körper sondern dass wir ums darum kümmern welche Metabolite fehlen denn?
00:22:05: Welche Stoffe, welche Funktionsbodenstoffe fehlten?
00:22:09: Fehlt Butterrad?
00:22:11: Dopamin, fehlt Serotonin, fehlt Gabar.
00:22:14: Was fehlt denn jetzt genau?
00:22:16: Und jetzt kommen wir zu den Prozessionsprobiotika oder Prozissionsmikroorganismen.
00:22:21: Dort entwickeln wir Probiotica die exakt diesen Metabolit liefern und in idealer Weise macht dieser Mikroorganismus in diesem Probioticum das immer egal wie unser Mikrobiom gerade zusammengesetzt ist, sondern der macht das immer.
00:22:38: Dazu geben wir zum Beispiel dann die notwendigen Substrate, die notwendige Ernährung in der Kapsel gleich mit so dass wir unabhängig sind von dem was im Körper vorliegt, unabhängig davon sind, wie wir uns ernähren und was wir sonst noch tun Sondern erzielen genau das was wir wollen.
00:22:56: Das Mikrobiome dieser Mikroorganismus produziert das Entzündungshemmendeputerat, das so wichtig ist Und vielleicht kann man es auch mit einem Bild vielleicht irgendwie übersetzen.
00:23:07: Wie alle gehören der Gattung Homo und Spezies Sapiens, also Homo sapiens sind wir alle genauso wie auch ein Lactobacillus Reuterii eben der Gatung Lactopacillius unter Spezis Reuteri angehört.
00:23:22: Genauso wissen wir aber dass so wie wir hier sitzen wir grundverschieden sind obwohl wir beide der Gättung Homosapiens angehören.
00:23:33: Und so mache ich Dinge, die du liebe Stefanie eben nicht machst und umgekehrt.
00:23:39: Bei den klassischen Probiotika nehmen wir aber das genau das an!
00:23:42: Wir sagen ja, wir nehmen ein Laktobazils-Rolterie.
00:23:45: Ich habe keine Ahnung was der macht, aber er kommt ganz häufig vor.
00:23:52: Aber der Unterschied ist, was der spezifische Stamm macht.
00:23:58: lange, lange gesucht bis wir genau diese Mikroorganismen gefunden haben.
00:24:03: Obwohl die gleich heißen wie andere aber nur diese machen eben genau diesen Stoff der am Schluss dann fehlt und den wir brauchen.
00:24:11: Lieber Jürgen jetzt sind wir schon bei der letzten Frage was ist deine Vision für die Zukunft wenn es um die Gesundheit und Diversität das da Mikrobioms geht?
00:24:20: Ja Vision vielleicht auch mehr ein Wunsch vielleicht als eine Vision oder Hoffnung dass wir das Mikrobiom Organ verstehen, dass wir das verstehen als zentrales Organ und dass wir es verstehen als Ort wo wir sehr viel für unser System an Gesundheitserhaltung betreiben können.
00:24:42: Also nicht nur an Heilungen oder sonst was sondern dieses Organ lohnt sich darum zu kümmern weil es eben so zentrale ist.
00:24:52: Es wirkt in das Immunsystem rein.
00:24:54: Das Mikrobiom hilft uns zum Beispiel zu lernen Was ist fremd?
00:24:58: Da muss ich gegenvorgehen.
00:25:00: Oder was ist okay, da muss sich eben keine Antikörper bilden und keine Allergie ausbilden.
00:25:06: Es wirkt in den Stoffwechsel hinein auf dem Blutzuckerspiegel, es wirkt gegen Entzündungen, selbst hin auf kognitive und mentale Gesundheit.
00:25:17: Ein so zentrales Organ, das in so viele Aspekte einwirkt... Das ist die Hoffnung oder die Vision.
00:25:23: Wir erkennen das als zentralen Punkt, wo Gesund Erhaltung... Ich vermeide jetzt das Wort Prävention.
00:25:31: Das geht ja auch um emotionale Resilienz.
00:25:33: Es geht um Resilience, um all den Eindrücken und Belastungen die aus dem Alltag auf uns einströmen.
00:25:41: Sei es als ich muss mal einen Medikament nehmen oder ich habe wieder Stress.
00:25:46: Da hilft uns das Mikrobiom als sehr zentrale Organe und das hat mehr Aufmerksamkeit, mehr Bedeutung.
00:25:55: Ja, Aufmerksamkeit in unserem Alltag verdient.
00:25:58: Das ist meine Hoffnung und meine Vision, dass es so wird.
00:26:01: Dass das so wird bin ich eigentlich überzeugt weil die Wissenschaft wirklich erstaunlich was da pro Monat an neuen Erkenntnissen jetzt hervorkommen wie zentral das mit uns interagiert für uns arbeitet und für uns da ist.
00:26:16: und genauso glaube ich ist es gut wenn wir uns da diese Bedeutung sehr wohl mehr bewusst werden.
00:26:22: Das ist eine sehr schöne Vision, ein sehr schöner Wunsch und ich kann das nur teilen und muss sagen, ich danke dir!
00:26:27: Ich habe sehr viel gelernt und werde da mich auch noch mal mehr darum kümmern ab jetzt.
00:26:33: Vielen Dank!
00:26:42: Und ich würde mich sehr freuen wenn Sie diesen Podcast abonnieren damit sie keine Folge verpassen.
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